Kopenhagen/ Wilmington (BoerseGo.de) - Das Ringen des US-Chemiekonzerns DuPont um den dänischen Lebensmittelzusatz-Hersteller Danisco ist beendet. Die beiden Firmen teilten am Montag mit, dass die Danisco-Aktionäre mehrheitlich (rund 92,2%) für eine Übernahme durch die Amerikaner gestimmt hätten. Damit das Angebot wirksam wird, war eine Zustimmung von 80 Prozent der Danisco-Eigner erforderlich. Die kartellrechtlichen Genehmigungen für die 5,8 Milliarden US-Dollar teure Übernahme liegen bereits vor.
Bis zuletzt blieb offen, wie viele Eigner ihre Anteile behalten, um einen höheren Preis herauszuschlagen. Insbesondere der US-Hedgefonds Elliott, der mit gut zehn Prozent der Anteile der größte Danisco-Aktionär, hielt sich verschlossen. Andere wichtige Aktionäre hatten hingegen schon früh signalisiert, die aufgestockte Offerte anzunehmen.
Im April hatte DuPont das Angebot auf 700 Dänische Kronen von zuvor 665 aufgebessert und zugleich die Zustimmungsquote auf 80 von 90 Prozent gesenkt. Das Danisco-Management unterstützte das Übernahmevorhaben. Danisco-Chairman Joergen Tandrup, der bis zuletzt für die Transaktion geworben hatte, zeigte sich "sehr erfreut" darüber, dass sich die beiden Unternehmen nun zusammenschließen können.
DuPont will mit dem Zukauf auf den aufstrebenden Markt für Lebensmittelzusatzstoffe aufspringen. Danisco stellt Substanzen unter anderem für Bäckerei- und Milchprodukte sowie Softdrinks her.



