ETFs: Tanzt der russische Bär bald wieder?
Anleger die kostengünstig und bequem auf eine Erholung Moskaus wetten wollen, können dies mit einem ETF tun. Das ist ein börsengehandelter Fonds, den man wie Aktien kaufen oder verkaufen kann. Zu den Anleger-Favoriten im Russland-Bereich zählt der
Lyxor ETF Russia (WKN: LYX0AF, ISIN: FR0010326140)
Der ETF ist an den DJ RusIndex Titans 10 gekoppelt. Der Index wird vom amerikanischen Medienkonzern Dow Jones berechnet, der auch den gleichnamigen US-Indexermittelt. Der DJ RusIndex Titans 10 bündelt die zehn größten russischen Aktien nach Freefloat-Marktkapitalisierung und Börsenumsatz. Das sind vor allem Rohstoffaktien wie Lukoil, Rosneft, Gazprom und Uralkaliy, aber auch die Sberbank.
Kosten: Die Managementgebühr, die jährlich von der Performance abgezogen wird, beträgt 0,65 Prozent. Der Spread, also die Differenz zwischen Verkaufs- und Rückkaufskurs, macht empfindliche 4,65 Prozent aus.
Fazit: Der ETF ist unverschämt teuer und daher für Trader, die kurzfristig ein- oder aussteigen wollen, ungeeignet. Für langfristig orientierte Anleger, die sich drei Jahre oder länger engagieren wollen, könnte er sich lohnen, falls die russische Börse ein deutlichen Aufschwung (mehr als 20 Prozent plus in einem Jahr) einleitet.



