Nach den bisher ergebnislosen Verhandlungen zwischen Griechenland und den privaten Gläubigern (Banken, Versicherungen) über einen teilweisen Forderungsverzicht erwägt die griechische Regierung offenbar einen Zwangsverzicht. Einem Bericht der New York Times zufolge zieht der griechische Ministerpräsident Lukas Papademos ein Gesetz für einen Forderungsverzicht in Erwägung, sofern die Verhandlungen mit dem Internationalen Bankenverband IIF zu keinem Ergebnis führen werden.
Papademos zeigte sich jedoch optimistisch, dass dies nicht erforderlich sein wird. Eine Einigung sei in Reichweite gerückt und die Gespräche seien bereits ein gutes Stück vorangekommen. Nach dem letzten Verhandlungsstand sollen die Gläubiger auf Forderungen in Höhe von rund 100 Milliarden Euro verzichten. Der Gläubigerverzicht ist die Voraussetzung dafür, dass Griechenland, dass ursprünglich auf 130 Milliarden Euro veranschlagte zweite Kreditpaket seitens des Internationalen Währungsfonds (IWF) bewilligt bekommt.
Der Wert von 100 Milliarden Euro wird aber nur erreicht werden, wenn eine Beteiligungsquote von 90 Prozent erreicht wird. Bei einer niedrigeren Annahmequote des privaten Sektors müsste die Finanzlücke vermutlich von den Ländern der Eurozone geschlossen werden.
EUR/AUD
notiert bei 1,2284. Der Kurs ist seit Weihnachten ohne Gegenbewegung im Rückzug und hat seitdem gut 1.500 Pips verloren. Solange der Kurs nicht über das gestrige Hoch von 1,2446 steigt, ist keine größere Erholung möglich und der Abwärtstrend bleibt intakt.
Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.



