Nach Meinung des kanadischen Finanzministers Jim Flaherty steht Europa vor einer ernsten wirtschaftlichen Krise. Die europäischen Politiker hätten zwar einige Maßnahmen zur Bekämpfung der Schuldenkrise ergriffen, diese seien aber zu spät erfolgt und ihr Umfang sei zu gering ausgefallen, so die Aussage gegenüber dem Rundfunk des Landes.
Die kanadische Regierung würde sich unter Umständen bereit erklären, Kreditmittel für den Internationalen Währungsfonds (IWF) bereitzustellen, sofern die Eurozone größere eigene Geldbeiträge zu leisten bereit wäre, so die Andeutung.
Die Finanzmittel des Internationalen Währungsfonds (IWF) werden nach derzeitigem Stand um bis zu 170 Milliarden Euro aufgestockt werden. Ursprünglich war auf dem EU-Gipfel ein Betrag von bis zu 200 Milliarden Euro angestrebt worden. Von den Ländern der Eurozone sollen 150 Milliarden Euro kommen.
Der kanadische Finanzminister ist der Auffassung, dass Europa über genügend eigene Mittel verfügt, um die Schuldenkrise zu lösen. Der IWF soll seiner Meinung nach in erster Linie für ärmere Länder Kredite bereitstellen. Eine Beteiligung Kanadas an den auf dem EU-Gipfel beschlossen Kredithilfen sei eventuell denkbar, sofern die G20-Staaten deutlich mehr Geld einzahlen würden.
EUR/CAD
notiert aktuell bei 1,3345. Das Verlaufstief bei 1,2944 vom 14.12. stellt die nächste größere Unterstützung. Kurzfristiger Widerstand liegt bei 1,3198 (gestriges Tageshoch).
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