Die Schweizerische Nationalbank (SNB) wird ihre Maßnahmen gegen den starken Schweizer Franken intensivieren. Die Währung sei weiter massiv überbewertet, weshalb man weitere Maßnahmen ergreife, so eine Pressemitteilung der Notenbank am Mittwoch.
Man hat beschlossen, die Liquidität auf dem Geldmarkt zu erhöhen, was den Abwärtsdruck auf die Geldmarktzinsen verstärkt. Man strebe einen Anstieg der Sichtguthaben der Banken bei der Nationalbank von derzeit 120 Milliarden auf 200 Milliarden CHF an. Zugleich wurde bestätigt, bei Bedarf weitere Maßnahmen gegen die Frankenstärke zu ergreifen. Ob damit eine Anbindung an den Euro gemeint ist, wurde nicht gesagt.
EUR/CHF notiert bei 1,1325 und hat auf die Pressemitteilung kaum reagiert. Vermutlich liegt das daran, dass der Kurs bereits um in der Spitze rund 1.300 Pips seit dem Allzeittief gestiegen war, nachdem Gerüchte im Markt waren, dass die Notenbank heute eine Anbindung an den Euro zum Kurs von 1,1000 bekanntgeben wird.
Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.



