Die tschechische Notenbank hat sich skeptisch gegenüber Kredithilfen an den Internationalen Währungsfonds (IWF) geäußert. Wie die Wirtschaftszeitung "Hospodarske noviny" berichtet, äußerte Notenbankchef Miroslav Singer, dass Tschechien kein Mitglied der Eurozone ist und daher anders als die Länder der Eurozone nicht auf Liquiditätshilfen der Europäischen Zentralbank (EZB) zurückgreifen kann.
Ein Darlehen von Tschechien an den IWF würde einen erheblichen Teil der tschechischen Devisenreserven binden, was nicht im Interesse des Landes sei. Die tschechische Wirtschaft sei stark vom Außenhandel abhängig und profitiere daher von den Devisenreserven, so die Aussage.
Die Finanzmittel des Internationalen Währungsfonds (IWF) werden nach derzeitigem Stand von den Ländern der Eurozone um 150 Milliarden Euro aufgestockt werden. Weitere Beträge sollen aus Tschechien, Dänemark, Polen und Schweden kommen, wobei nicht sicher ist, ob die Parlamente dieser Länder den Kredithilfen zustimmen werden.
EUR/CZK
notiert bei 25,529. Widerstand liegt bei 25,686 (gestriges Tageshoch). Unterstützung bietet die 25,203 (Tief dieser Woche).
Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.



