Die Großhandelspreise sind in Deutschland im Juni 2012 im Jahresvergleich um 1,1 Prozent gestiegen, nach 1,7 Prozent im Mai 2012. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute mitteilte, sank das Preisniveau gegenüber dem Vormonat um 1,1 Prozent, nach zuvor -0,7 Prozent.
An der Jahresteuerung hatten die um 1,9 Prozent höheren Preise bei den festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen einen erheblichen Anteil. Bei Fleisch und Fleischwaren (6,3 Prozent) gab es ebenso einen kräftigen Anstieg. Preisrückgänge wurden bei Erzen, Metallen und deren Halbzeug (-5,1 Prozent), bei Kaffee, Tee, Kakao und Gewürzen (-16,2 Prozent) und Obst, Gemüse und Kartoffeln (-1,6 Prozent) registriert.
Die deutschen Verbraucherpreise sind im Juni im Jahresvergleich um 1,7 Prozent gestiegen und damit zum zweiten Mal seit Jahresbeginn wieder in den Zielbereich der Europäischen Zentralbank (EZB) eines angestrebten Preisanstiegs „von nahe, aber unter 2,0 Prozent“ zurückgekehrt. Zusammen mit den Großhandelspreisen zeigt sich damit, dass im aktuellen schwächeren Wirtschaftsumfeld die Inflation zunehmend in den Hintergrund rückt.
EUR/GBP notiert bei 0,7895. Unterstützung liegt bei rund 0,7839 (Tief vom November 2008). Darunter würde ein weiteres Verkaufssignal entstehen. Widerstand liegt bei zunächst 0,7950 (Hoch vom 9. Juli) und dann bei 0,8042 (Hoch vom 5. Juli).
Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.



