Die ungarische Regierung will einem Bericht der Bild-Zeitung (Mittwochsausgabe) zufolge der EU-Kommission im Streit um die gefährdete Unabhängigkeit der Zentralbank entgegenkommen. „Wir sind bereit, über alle Probleme zu verhandeln, die von der EU-Kommission auf Basis seriöser Argumente vorgebracht werden“, sagte Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán gegenüber dem Blatt. Wenn die EU Probleme mit der beschlossenen Aufstockung des Finanzrats der Notenbank habe, werde man den Forderungen nachkommen.
Ungarn hat eine Verfassungsänderung vorgenommen, welche nach Meinung der EU die Unabhängigkeit der Zentralbank aufhebt. Die Regierung hat eine Aufstockung des Zentralbankrats um einen von der Regierung entsandten Vertreter beschlossen. Zusätzlich dürfen Minister an den Beratungen der Währungshüter teilnehmen. Der ungarische Zentralbankrat muss der Regierung zudem die Tagesordnung seiner Sitzungen vorlegen.
Der Forint ist durch die Politik der ungarischen Regierung seit Monaten unter Abgabedruck. EUR/HUF
notiert bei 308,13. Das Allzeithoch bei 323,31 vom 5. Januar stellt den nächsten größeren Widerstand. Unterstützung liegt im 300er Bereich, wo sich im Dezember 2011 ein Mehrfach-Boden gebildet hat.
Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.



