Laut Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist der norwegische Immobilienmarkt derzeit um 15 bis 20 Prozent überbewertet. Der Markt zeige Anzeichen für eine Immobilienblase und sei eine Gefahr für den Bankensektor, berichtet der österreichische Sender ORF. Aufgrund der hohen Hypothekenbelastung der Haushalte könnte ein Zusammenbruch am Hausmarkt zu einer Lähmung der ansonsten gesunden Volkswirtschaft führen.
Die Verschuldung der privaten Haushalte wird Schätzungen zufolge dieses Jahr auf über 200 Prozent des verfügbaren Einkommens steigen, was ebenso bemängelt wurde. Der norwegische Finanzminister Sigbjörn Johnsen warnte jüngst ebenso vor einer Überschuldung der Haushalte. Auch in den steigenden Immobilienpreisen sieht er eine Gefahr. Angesichts steigender norwegischer Industrieaufträge und wegen des boomenden Ölsektors zeigte er sich für die weitere Wirtschaftsentwicklung jedoch zuversichtlich.
EUR/NOK
notiert bei 7,6394. Der Kurs läuft seit rund drei Wochen zur Seite. Ein hartnäckiger Widerstand liegt bei rund 7,7500 (200-Tagelinie) sowie 7,8071 (Hoch vom 28.12.2011). Unterstützung bietet die 7,6210 (Tief vom 23.01.2012). Darunter könnte der Kurs bis 7,5000 zurücksetzen, wo das Verlaufstief aus dem September 2011 liegt.
Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.



