Die auf dem EU-Gipfel von den Ländern der Eurozone sowie sechs weiteren EU-Ländern beschlossenen Kontroll- und Sparauflagen werden seitens der schwedischen Regierung kritisch gesehen. Während Großbritannien die Beschlüsse von Anfang an ablehnte, wollte Schweden die Vorschläge prüfen, was zwischenzeitlich geschehen ist.
Während Bulgarien, Dänemark, Litauen, Lettland, Polen und Rumänien dem Abkommen beitreten wollen, hat der schwedische Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt dies im schwedischen Fernsehen am Wochenende abgelehnt. Die Haushaltsregeln sollen seiner Auffassung nach nur für die Eurozone gelten, da sie der Stabilisierung der Gemeinschaftswährung dienen. Einer Ausdehnung des regulatorische Rahmens stehe Schweden skeptisch gegenüber.
Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen, sagte Reinfeldt. Eine engere Zusammenarbeit mit der Eurozone sei grundsätzlich begrüßenswert. Schweden hatte 2003 in einem Referendum die Einführung des Euro abgelehnt. Jüngsten Umfragen in der Bevölkerung zufolge ist die ablehnende Haltung zwischenzeitlich größer geworden.
Aktuell handelt der Kurs von EUR/SEK
bei 9,0137. Unterstützung liegt bei rund 8,9887 (Verlaufstief vom 8.12.) und 8,9749 (Verlaufstief vom 27.10.). Widerstand liegt bei rund 9,1200, wo das Verlaufshoch vom 13. Dezember liegt.
Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.



