Nach Griechenland, Portugal und Irland muss Spanien als viertes Mitglied und viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone unter dem europäischen Rettungsschirm Zuflucht nehmen. Die Finanzminister der Eurozone haben dies am Wochenende in einer Telefonkonferenz beschlossen und Notkredite im Volumen von bis zu 100 Milliarden Euro bewilligt.
Anders als die Kredite an die anderen drei Länder sind die Hilfen für Spanien nur für den Finanzsektor bestimmt, weshalb das Land sich bei der Kreditvergabe mit „weicheren Auflagen” konfrontiert sieht. Strenge Auflagen und Kontrollen des Staatsbudgets wird es nicht geben.
Die Gelder werden an den spanischen Bankenrettungsfonds Frob gezahlt werden, der es an die spanischen Banken weiterreicht, wobei die spanische Regierung die Rückzahlung sicherstellen soll. Der spanische Bankensektor braucht laut Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) je nach weiterer Konjunkturentwicklung 40 bis 80 Milliarden Euro.
EUR/USD notiert bei 1,2637 und hat ein Gap von 150 Pips gegenüber dem Schlusskurs von Freitag gebildet. Unterstützung liegt bei 1,2427 (Tief von Freitag) und 1,2285 (Verlaufstief vom 1. Juni). Widerstand liegt bei 1,2820 (Hoch vom 21. Mai).
Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.



