London (BoerseGo.de) – In der Eurozone ist der Industrie-Einkaufsmanagerindex im Januar endgültigen Zahlen zufolge auf 48,8 Punkte geklettert. Im Dezember lag der Wert noch bei 46,9 Punkten. Damit hat sich die Talfahrt der Eurozonen-Industrie dank des deutschen Wachstums verlangsamt. Denn erst ab 50 Indexpunkten kann von einem tatsächlichen Wachstum ausgegangen werden, teilte das Londoner Marktforschungsinstitut Markiteconomics am Mittwoch mit.
„Der Eurozonen-Industriesektor hat einen überraschend guten Jahresauftakt erwischt, und es sieht ganz so aus, als ob ein Abgleiten in die Rezession vermieden werden könnte“, schürte Markit-Ökonom Rob Dobson die Hoffnung. Die starken Produktionsrückgänge der vergangenen Monate blieben aus. Es stellte sich sogar ein – wenn auch dürftiger – Produktionszuwachs ein. Treibende Kraft war vor allem die deutsche Industrie, bei der der Motor zum Jahresauftakt wieder angesprungen ist.
„Und dass sich die Rückgänge in Italien und Spanien spürbar abschwächten nährt die Hoffnung, dass die Peripherie das Schlimmste hinter sich haben könnte und der Tiefpunkt letzten Herbst endgültig überwunden ist“, fuhr Dobson fort.
Sorgenkind bleibe einzig der Auftragseingang – selbst in Deutschland. „Denn die Unternehmen werden sich mit Kapazitätserweiterungen und Neueinstellungen so lange zurückhalten, bis die Nachfrage wieder anzieht.“



