FRANKFURT--Die Zentralbanken des Eurosystems haben in der vergangenen Woche das Kaufprogramm für Staatsanleihen weiter ruhen lassen. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) mitteilte, wurden per 3. August 2012 keine Käufe abgewickelt. Die EZB hat seit dem Frühjahr keine Staatsanleihen mehr von Krisenländern erworben, in der vergangenen Woche aber die Wiederaufnahme in Aussicht gestellt.
Wie die EZB weiter mitteilte, wird sie am Dienstag einen Tender zur Absorption von 211,5 Milliarden Euro begeben. Das entspricht dem Volumen jener Staatsanleihen, die die Eurosystem-Zentralbanken im Rahmen des Wertpapierkaufprogramms (SMP) gekauft haben und die sich noch in ihrer Bilanz befinden. Beim Liquiditätsabzug wird auf eine halbe Milliarde auf- oder abgerundet. Das Geschäft mit einer Laufzeit von sieben Tagen wird mit einem Höchstbietungssatz von 0,75 Prozent begeben.
Seit Mai 2010 hat die EZB Anleihen von klammen Euro-Staaten wie Griechenland, Irland, Portugal, Italien und Spanien am Markt gekauft. Das Programm ist aber umstritten, weil es eine Nähe zur Staatsfinanzierung gibt, was der EZB den Statuten nach verboten ist.
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