DJ DEVISEN/Euro startet freundlich in den Tendertag
FRANKFURT (Dow Jones) - Der Euro startet mit Wechselkursgewinnen zum Dollar in den mit Spannung erwarteten "Tendertag". Am Mittwochmorgen kostet die Gemeinschaftswährung 1,3472 Dollar nach 1,3457 Dollar im späten dienstäglichen Handel in New York. Am Vormittag wird die Europäische Zentralbank (EZB) den Banken zum zweiten Mal Geld für drei Jahre zu Billigkonditionen anbieten. Marktteilnehmer gehen davon aus, dass die Geschäftsbanken abermals kräftig zulangen und wie beim ersten Dreijahrestender kurz vor Weihnachten vergangenen Jahres abermals rund 500 Milliarden Euro bunkern werden.
"Liegt das Volumen deutlich über diesem Niveau dürfte das den Risikoappetit weiter befeuern und damit auch dem Euro zu Gute kommen", sagt ein Devisenhändler. Angesichts des auf 1 Prozent halbierten Mindestreservesatzes der EZB werde wohl eine gewisse Abweichung nach unten toleriert, deutlich weniger als 400 Milliarden Euro dürften aber als Enttäuschung aufgefasst werden und die Anleger zum "Kasse machen" bewegen.
Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen weist darauf hin, dass die Gemeinschaftswährung erst mit Zeitverzögerung positiv auf das erste langfristige Refinanzierungsgeschäft reagiert habe: "Zunächst belastete die sehr expansive Politik der EZB bis Mitte Januar, letztlich profitierte der Euro aber von der Stabilisierung der Finanzmärkte". Zwar sei eine reichliche Inanspruchnahme des Dreijahrestenders bereits teilweise eingepreist, eine freundliche Tendenz scheine aber auch nach der Zuteilung möglich. Denn technisch bleibe die Gemeinschaftswährung favorisiert und die Zielzone von 1,3500/53 Dollar habe weiter Bestand.
In den USA tritt Federal-Reserve-Chairman Ben Bernanke am Nachmittag zu seiner halbjährlichen Anhörung vor dem Repräsentantenhaus an und aus Chicago wird der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe erwartet. Volkswirte rechnen für Februar mit einem Anstieg des Index auf 61,0 von 60,2 Punkten im Vormonat. Manchen Ökonomen gilt der Chicago-Index als guter Vorläufer des für den 1. März avisierten ISM-Index für das landesweite Verarbeitende Gewerbe der USA. Andere Volkswirte halten ihn angesichts der von der Automobilindustrie dominierten Region Chicago allerdings für keinen guten Vorläufer.
Am Abend wird die US-Notenbank schließlich noch ihr Beige Book vorlegen. Dabei handelt es sich um eine lose Sammlung von Eindrücken zu Beschäftigung, Inflation und Wachstum in den Distrikten des Federal-Reserve-Systems. Damit bereitet die US-Notenbank traditionell ihre nächste geldpolitische Entscheidung vor, die für den 13. März angekündigt ist.
Die Feinunze Gold kostet am Mittwochmorgen 1.788,35 Dollar. Am Dienstagnachmittag wurde sie in London mit 1.781,00 Dollar festgestellt nach 1.774,75 Dollar am Vormittag.
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Europa New York Europa
(Mi., 7.51) (Di., Späthandel) (Di., 17.15)
EUR/USD
1,3472 1,3457 1,3441
USD/JPY
80,43 80,46 80,54
EUR/JPY
108,37 108,29 108,26
EUR/GBP
0,8457 --- 0,8475
EUR/CHF
1,2050 --- 1,2051
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