New York (BoerseGo.de) - Der Dollar verliert gegenüber dem Euro weiter an Terrain. Der Grund für den erneuten Fall ist in der Erwartung einer Ankündigung weiterer stimulierender Maßnahmen der US-Regierung zur Stützung des krisengeschüttelten Bankensektors zu erblicken. Der Plan zum Aufkauf toxischer Vermögenswerte für 1 Billion Dollar verstärke die Nachfrage nach höher verzinsten Währungen.
Dem Währungsanalysten Masashi Hashimoto von Tokyo Mitsubishi UFJ zufolge wird die Errichtung einer so genannten “bad bank” die Aussichten für risikoreichere Vermögenswerte wie etwa Währungen aus den Emerging Markets zur Aufhellung bringen. Daraus sei mit einer Schwächung des Dollar und Yen zu rechnen.
Der Euro profitiert weiters von der Erklärung des EZB-Präsidenten Jean Claude Trichet gegenüber dem “Wall Street Journal”, wonach die Europäische Zentralbank eine Nullzinspolitik für die Eurozone als keine angemessene Strategie betrachtet.
Der Währungsstratege John Normand von JPMorgan in London stellt den Dollar für die nächste Zeit zum Verkauf. Hiefür spreche die Bereitschaft der EZB in ihren Maßnahmen zur Geldpolitik auf der Seitenlinie bleiben zu wollen.
Der Dollar verzeichnete in der Vorwoche gegenüber dem Euro seinen größten Wochenrückgang seit 1985 und schlitterte dabei auf den tiefsten Stand seit 9. Januar. Zuletzt gab die US-Währung gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung um 0,34 Prozent auf 1.3684 Dollar nach. Der Yen verlor zuletzt gegenüber dem Euro 0,7 Prozent auf 131,37 Yen.




Ausgewählte RBS Hebelzertifikate auf