• Europas Börsen schwächeln - Anleger sorgen sich um Konjunktur

    Freitag 23.03.2012, 18:48 Uhr
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    FRANKFURT (Dow Jones) - Europas Börsen haben am Freitag nach wechselhaftem Verlauf mit leichten Verlusten geschlossen. Händler sprachen von fortgesetzter Verunsicherung nach den schwachen Einkaufsmanagerindizes aus China und der Eurozone am Vortag. Sie befürchteten, dass der deutsche ifo-Geschäftsklimaindex am Montag enttäuschen und damit auch die stärkste Volkswirtschaft der Eurozone ins Schlingern geraten könnte. Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,2 Prozent oder 5 auf 2.525 Punkte, der Stoxx-50 sank um 0,2 Prozent bzw 6 auf 2.489 Stellen. Immerhin schlossen beide damit über ihren Tagestiefs.

    Auch in den USA ist der wirtschaftliche Aufschwung eine zähe Angelegenheit. Die Erholung des US-Immobilienmarktes verläuft nur stockend. So erreichte die Zahl der verkauften Neubauten im Februar den niedrigsten Wert seit Oktober 2011. Ökonomen hatten mit einem Anstieg von 1,2 Prozent gerechnet, tatsächlich gingen die Verkäufe um 1,6 Prozent zum Vormonat zurück. Warnsignale gab es auch aus den Staaten der südlichen Peripherie. Die Renditen für zehnjährige Benchmarkanleihen von Spanien und Italien haben in den vergangenen Tagen kräftig angezogen. "Eine schwächere Konjunktur in der Eurozone dürfte es den Regierungen erschweren, die Schulden in den Griff zu bekommen", sagte ein Händler.

    Spanische Bankenwerte unter Druck

    Bei den Bankenwerten fielen die Verluste der spanischen Werte auf. "Spanien wird zunehmend wieder als Risiko an den Finanzmärkten wahrgenommen", meinte ein Händler. Die zwei Dreijahrestender der EZB hatten eine erhebliche Entspannung am spanischen Anleihemarkt zur Folge und die Renditen der Benchmarkanleihen von mehr als 6,5 Prozent auf unter 5 einbrechen lassen. Nun hat sich der Trend aber wieder umgekehrt und spanische Renditen stehen wieder bei 5,5 Prozent.

    Aber nicht nur die Sorgen um die Staatsfinanzen belasteten, sondern auch die vom schwachen Immobilienmarkt Spaniens ausgehenden Gefahren. Weiter fallende Häuserpreise bedrohen die Bilanzen der Geldhäuser. BBVA gaben um 1,1 Prozent auf 6,04 Euro nach, Santander verloren ein Prozent auf 6,04 Euro. Beide Aktien haben damit fast alle Gewinne seit Jahresbeginn wieder abgegeben. Dagegen stieg der Stoxx-600-Index der Banken um 0,2 Prozent.

    Telekomwerte gefragt - Pensionspläne von BT Group kommen gut an

    Telekomwerte stiegen dagegen um 0,3 Prozent. Anleger reagierten mit Erleichterung auf die Pensions-Pläne von BT Group. BT wird bis Ende März eine einmalige Zahlung von 2 Milliarden Pfund in den Altersvorsorge-Fonds leisten. In der Folge sind jährliche Zahlungen von 325 Millionen Pfund von 2013 bis 2021 geplant. Nach Einschätzung von J.P. Morgan zeigt BT damit, dass der Konzern seine Pensionsverpflichtungen unter Kontrolle hat. BT Group gewannen 5,4 Prozent auf 232 Pence.

    Europäische Schlussindizes am Freitag, 23. März 
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    .            Index          Schluss-  Entwicklung  Entwicklung   Entwicklung 
    .                              stand      absolut         in %          seit 
    .                                                               Jahresbeginn 
    Europa       Euro-Stoxx-50   2525,43        -4,79        -0,2%           9,0 
    .            Stoxx-50        2488,87        -5,74        -0,2%           5,0 
    .            Stoxx-600        265,65         0,16        +0,1%           8,6 
    Frankfurt    XETRA-DAX       6995,62        14,36        +0,2%          18,6 
    London       FTSE-100        5854,89         9,24        +0,2%           5,1 
    Paris        CAC-40          3476,18         3,72        +0,1%          10,0 
    Amsterdam    AEX
                                                                
                                                                        326,19        -0,73        -0,2%           4,4 
    Athen        ATHEX-20         306,82         1,95        +0,6%          15,8 
    Brüssel      BEL-20          2338,31        15,04        +0,7%          12,2 
    Budapest     BUX            19145,70       205,15        +1,1%          12,8 
    Helsinki     OMXH-25         2201,39        11,55        +0,5%          13,4 
    Istanbul     NAT30          74351,82      -564,74        -0,8%          20,5 
    Kopenhagen   OMXC-20          447,66        -2,19        -0,5%          14,8 
    Madrid       IBEX-35         8281,80       -71,80        -0,9%          -3,3 
    Mailand      FTSE-MIB       16485,24        34,56        +0,2%           9,2 
    Moskau       RTS             1668,41        14,61        +0,9%          20,7 
    Oslo         OBX              396,20         4,48        +1,1%          10,8 
    Prag         PX               985,40        -1,30        -0,1%           8,2 
    Stockholm    OMXS-30         1084,29         6,95        +0,6%           9,8 
    Warschau     WIG-20          2284,34        22,48        +1,0%           6,5 
    Wien         ATX             2179,41         6,32        +0,3%          15,2 
    Zürich       SMI
                                                                
                                                                       6240,33        -9,23        -0,1%           5,1 
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    DJG/mif/cln

    In einem neu konzipierten Abendbericht zu den europäischen Märkten wirft Dow Jones ab Montag, 26. März börsentäglich gegen 18.45 Uhr einen Blick auf die wichtigsten Entwicklungen bei Aktien, Anleihen und am Devisenmarkt. Er löst die entsprechenden Schlussberichte zu Devisen und europäischen Aktien ab.

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