• Eurozone: Einkaufsmanagerindex verzeichnet weitere Einbußen

    Montag 02.07.2012, 11:12 Uhr
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    London (BoerseGo.de) - Die Eurozone-Industrie verzeichnete im Juni den elften Monat in Folge Wachstumseinbußen. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex hielt sich zwar auf seinem Vormonatswert von 45,1 Punkten, wie das Forschungsunternehmen Markit am Montag mitteilte. Der finale Wert übertrifft die Erstschätzung um 0,3 Punkte. Damit notiert der Industrie-PMI derzeit so niedrig wie zuletzt vor drei Jahren. Zudem liegt er weit unter der Expansionsschwelle von 50 Punkten, die Wachstum anzeigt. Auch der Indexdurchschnitt für das zweite Quartal 2012 fällt laut Markit mit 45,4 Punkten so schlecht aus wie seit drei Jahren nicht mehr. „Der Eurozone-PMI deutet nicht nur auf eine Schrumpfung des Industriesektors im zweiten Quartal 2012 um circa 1 Prozent hin, der tiefe Indexwert legt auch den Schluss nahe, dass sich der Abwärtstrend im zweiten Halbjahr 2012 weiter beschleunigen könnte. Die Unternehmen bereiten sich jedenfalls auf das Schlimmste vor“, sagte der Chef-Ökonom bei Markit, Chris Williamson.

    In den fünf wirtschaftlich bedeutendsten Ländern der Eurozone ging es im Juni weiterhin bergab. In Deutschland fiel der vierte Rückgang in Folge so stark aus wie zuletzt vor drei Jahren. Beschleunigt hat sich die Talfahrt auch in Italien und Spanien, während sich der Abwärtstrend in Frankreich und in den Niederlanden jeweils leicht abschwächte. Griechenland sackte auf den letzten Platz der Rangliste ab.

    Aufgrund der globalen Konjunkturabkühlung sowie der hartnäckigen Politik- und Schuldenkrise in der Eurozone blieben sowohl die Binnen- als auch die Exportnachfrage schwach. Ins Stocken geraten ist vor allem der Exportmotor in Deutschland, wo die höchsten Verluste seit letztem November zu Buche schlugen. Lediglich Griechenland wies in dieser Kategorie ein noch höheres Minus aus.

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