• Experte: Abschwung in China möglicherweise positiv für USA

    Montag 14.05.2012, 16:59 Uhr
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    New York (BoerseGo.de) - Chinas Wirtschaft könnte auf dem Weg zu dem langsamsten Wachstum innerhalb eines Jahrzehnts sein. Gleichzeitig hat dies aber auch positive Seiten. Geringere Rohstoffpreise könnten für die USA und Europa in dem Zeitpunkt von Vorteil sein, zu dem sie es am meisten brauchen. "Die USA würden nicht allzu schlecht dastehen, da sie von geringeren Rohstoff- und Ölpreisen profitieren würden", so Experte Frederic Neumann von HSBC. Für die Weltwirtschaft könnte es starken Gegenwind geben, wenn die chinesische Regierung nichts zur Stimulierung des Wachstums unternehmen würde. Die Wirkung würde dann in verschiedenen Teilen der Welt unterschiedlich ausfallen, so Neumann. Die am stärksten betroffenen Länder wären Australien, Kanada, Brasilien und Indonesien, da diese Wirtschaften in sehr hohem Maß vom Rohstoffexpert abhängen. Auf der anderen Seite würde ein solcher Fall zum Absinken der Rohstoff-und Ölpreise beitragen und die Wirtschaft in den USA beflügeln, was zu einem gewissen Grad auch in Europa der Fall sein könnte. China ist als zweitgrößte Weltwirtschaft der größte Importeur verschiedener wichtiger Rohstoffe. Ein von der chinesischen Regierung gelenkter Abschwung hat bereits Einfluss auf den Hunger des Landes nach Rohstoffen gezeigt. So ist das Wachstum bei den chinesischen Ölimporten bereits zurückgegangen. Im April sind die Ölimporte gegenüber dem Vorjahr um nur 3,3 Prozent und damit in diesem Jahr im geringsten Umfang angestiegen.

    Während ein Abschwung in China bei einem Rückgang der weltweiten Rohstoffpreise hilft, könnte er einen schmerzlichen und direkten Einfluss auf das Wachstum des weltweiten Wirtschaftswachstums haben. Nach Feststellung des Internationalen Währungsfonds trägt China nunmehr am meisten zum weltweiten Wachstum bei. Der Anteil Chinas am weltweiten Wirtschaftswachstum wird in dem Zeitraum von 2010 bis 2013 wahrscheinlich auf 31 Prozent steigen nach 8 Prozent in den achtziger Jahren. Bei Annahme des Worst-Case-Szenarios, bei welchem die chinesische Regierung in diesem Sommer nicht stimulierende Maßnahmen zum Wachstum der Wirtschaft einsetzt, dann wäre ein Wachstum von 6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für das Land undenkbar, so Neumann.

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