New York (BoerseGo.de) - Ein neuer Tag und schon wieder eine neue Voraussage über den Austritt Griechenlands aus der Eurozone. Im Gegensatz zu der großen Mehrheit, die für den Austritt Griechenlands eine mittlere Zeitschiene vorsieht, vertritt Paul Day, der Chefstratege bei Market Securities, die Ansicht, dass der Austritt schon nächsten Monat kommen könne. "In Frage steht das wann, nicht das ob. Nächsten Monat steht die Ratifizierung des permanenten Euro-Rettungsschirm ESM in Deutschland an und es kann gut zu einer Situation kommen, dass Griechenland den Euro verlässt, dass der ESM ratifiziert wird und dass dann Spanien und Italien mit der Nachfrage nach Geld kommen. Es besteht das Gefühl, dass die Zeit davonläuft", so Day. Er fügt hinzu, dass in jüngster Zeit der Druck auf den bedrängten Staat zugenommen hat und dass die Zahlen nicht zusammenstimmen, so dass etliche europäische Politiker ernsthaft eine Zukunft der Eurozone ohne Griechenland ins Auge fassen.
"Wir haben das immer wieder gesehen. Wir müssen nunmehr sehen, dass die Hände gehoben werden mit den Worten: "So wird es nicht weiter funktionieren und Griechenland muss ausscheiden. Die Übereinstimmung in Europa geht dahin, dass das europäische Projekt zu einem Erfolg wird, doch gibt es in Deutschland politische Strömungen dahin, dass der Euro nicht notwendigerweise unter der Teilnahme Griechenlands zusammenbleibt", so Day. Die Möglichkeit eines Ausscheidens Griechenlands aus dem Euro-Block war zur Zeit der griechischen Wahlen in unmittelbare Nähe gerückt, als die linksgerichtete Syriza-Partei beinahe die Macht übernommen hätte. Nachdem diese Partei die Einigung über das Rettungspaket zu Fall bringen wollte, wären bei einem Sieg die Tage Griechenlands in der Eurozone gezählt gewesen.




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