• Experte: Welche Maßnahmen der Politik könnten US-Wirtschaftswachstum zurückhalten?

    Dienstag 29.05.2012, 17:08 Uhr
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    New York (BoerseGo.de) - Nach den Worten von Jim McCaughan, dem Geschäftsführer der Principal Global Investors, habe sich zwar die US-Wirtschaft in den letzten Monaten relativ robust gezeigt, doch gebe es noch eine Reihe von politischen Problemen, welche die Erholung zum Entgleisen bringen könnten. "Die US-Wirtschaft ist die am schnellsten wachsende in den Industrieländern. Bei der Annahme eines möglicherweise nachhaltigen Wachstums ist nicht zu erkennen, dass die Politik dieses Wirtschaftswachstum stoppen könne", so der Experte. Die zwei Gebiete, die nach seiner Meinung mögliche negative Auswirkungen haben könnten, sind einmal die sogenannte "fiskalische Klippe", worunter Ausgabenkürzungen im Zusammenhang mit Steuererhöhungen gemeint sind, welche beide zum Jahresende 2012 kommen könnten. Weiterhin sei es die Möglichkeit einer dritten Runde der Lockerung der Geldpolitik. "Falls der Kongress nicht vor dem Jahresende aktiv wird, stehen wir vor einer ziemlich deutlichen Steuererhöhung", so McCaughan.

    Die Rechnungsbehörde im Kongress (CBO) hatte letzten Monat gewarnt, dass die US-Wirtschaft in der ersten Hälfte des Jahres 2013 in eine Rezession fallen könnte, falls es gleichzeitig zu Steuererhöhung und Ausgabenerhöhungen kommen würde. Wahrscheinlich werde der Kongress bis nach der Präsidentenwahl warten, bevor er Änderungen angreife. "Ich hoffe, dass es nicht zu einem dritten Programm zur Stimulierung der Konjunktur (QE3) kommen wird. Ich meine nicht, dass die US-Wirtschaft weitere Liquidität benötigt. Dies würde zu höheren Rohstoffpreisen führen, was schlecht für die Wirtschaftaktivität sei. Er wies darauf hin, dass die gegenwärtige Wirtschaftserholung in den USA zu der Zeit, zu der die Eurozone in die Rezession zurückgefallen sei, durch Industrien wie Technologie, herstellendes Gewerbe und Transportausrüstung angetrieben worden sei. Der Finanzexperte geht davon aus, dass der US-Aktienmarkt zum Jahresende gegenüber dem jetzigen Stand um etwa 10 Prozent höher schließen wird.

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