• Experte erwartet Goldpreisanstieg nach Lösung der Griechenlandkrise

    Montag 21.05.2012, 17:34 Uhr
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    New York (BoerseGo.de) - Nach Einschätzung von Marcus Grubb, dem Managing Director of Investment Research des World Gold Council könnte Gold, welches von Investoren auf der Suche nach Sicherheit als Alternative zum US-Dollar benutzt wird, eine Aufwärtsbewegung sehen, sobald für die Märkte eine größere Klarheit über die Lösung der griechischen Schuldenkrise besteht. Gold hat in den letzten Wochen nicht seine traditionelle Rolle als sicheren Hafen gespielt, da Investoren den US-Dollar vorgezogen haben. Der Goldpreis hat nach den Wahlen vom 6. Mai in Griechenland nachgegeben, welche das Land in politisches Chaos geworfen haben. Damit haben sie Befürchtungen bestärkt, dass das Land möglicherweise die Eurozone verlassen könne. "Gold ist auf lange Sicht in negativer Weise mit dem US-Dollar verknüpft. Sobald der Dollar Stärke zeigt, wird es Gegenwind für den Goldpreis geben", so Grubb. Nach seinen Worten kaufen Investoren US-Staatsanleihen und US-Dollar als Schutz gegen die gegenwärtige makroökonomische Situation, wobei Besorgnisse über die Eurozone und Griechenland zugrundeliegen. "Wie man zuvor in Krisenzeiten wie in 2008 gesehen hat, gibt es typischerweise eine Hinwendung zu Gold, sobald klar wird, wie das Szenario aussehen wird. Gegenwärtig wissen wir noch nicht, wie dieses Szenario sein wird", so Grubb. Investoren haben Gold verkauft, wobei sie zur gleichen Zeit ihre Cashbestände angehoben und in den Dollar und US-Staatsanleihen investiert haben. "Investoren haben Gold verkauft, um die Einbußen in ihren Portfolios auszugleichen", so Grubb.

    Im ersten Quartal 2012 ist die globale Nachfrage nach Gold um fünf Prozent gesunken. "Im ersten Quartal hat es eine Reihe von negativen Faktoren gegeben, doch sind sie meiner Meinung nach durch positive kompensiert worden. Dies ist der Grund, warum die Nachfrage nach Gold mengenmäßig nur um fünf Prozent gesunken ist. Die Nachfrage aus Indien war wegen zwei Einfuhrsteuern sehr schwach. Außerdem gab es eine Verbrauchssteuer, welche in den meisten Staaten der Schmuckindustrie zu einem Streik geführt hat, was eine Störung des Marktes bewirkt hat. In Indien, dem größten Goldmarkt der Welt, ist es im ersten Quartal zu einem Rückgang der Nachfrage um 29 Prozent gekommen. "Dies wurde durch China ausgeglichen, welches immer noch auf einem sehr starken Wachstumspfad ist und wo es zu einem Anstieg der Goldnachfrage um zehn Prozent gekommen ist", so Grubb.

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