New York (BoerseGo.de) - Letzte Woche war er noch bullisch, jetzt aber nicht mehr. Der renommierte Aktienstratege Dennis Gartman rät seinen Anlegern, Kasse zu machen. "Letzte Woche mochte ich noch Aktien, aber technische Indikatoren dürfen nicht ignoriert werden", so Gartman. Es gibt eine ganze Reihe von Anzeichen, die vermuten lassen, dass den Märkten Gegenwind entgegentreten wird. Diese Woche ist der Euro gegenüber dem US-Dollar unter die wichtige Unterstützung bei 1,25 US-Dollar gefallen. Ein stärkerer Dollar ist negativ für den Aktienmarkt. Weiter ist die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen auf das niedrigste Niveau seit 60 Jahren gefallen. Investoren nehmen sogar bei ihrer verzweifelten Suche nach einer sicheren Anlageform einen inflationsbereinigten Verlust in Kauf.
Zusätzlich sind die Ölpreise gefallen, was zwar gut für die Preise an der Zapfsäule ist, jedoch schlecht für Energie-Aktien. Außerdem ist der auch als „Angstbarometer“ bezeichnete Volatilitätsindex mehr als 12 Prozent nach oben geschnellt, was den größten Anstieg seit Mitte April bedeutet. Weiterhin kann der Widerstand beim S&P 500- Index bei 1.325 Punkten nicht geknackt werden. Insbesondere gibt Gartman der Kursverlauf des Dow Jones Transportation Index Anlass zu Sorge. Selbst als der Dow seine Rally fortsetzte, konnte der Dow Jones Transportation kein neues Hoch bilden. "Begebe Dich in ein Frauenkloster. Es ist jetzt sicherer, das Geschehen vom Rande aus zu verfolgen", so Gartman.



