Frankfurt (BoerseGo.de) – Der neue Eigentümer des insolventen Maschinenbauers Manroland, Tony Langley, will nun den größeren Konkurrenten Heidelberger Druckmaschinen herausfordern. „Wir haben während der Insolvenz keine Aufträge verloren und haben jetzt die richtigen Strukturen und Kostenbasis für den Markt“, sagte der britische Industrielle nur vier Wochen nach der Übernahme im Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ – Freitagausgabe).
Verbal hat das Gefecht jedenfalls schon begonnen. Nach der Manroland-Pleite hatte Heidelberger-Druck-Chef Bernhard Schreier gesagt, dass sein Konzern durch den Wegfall des Rivalen jährlich einen Mehrumsatz von 100 Millionen Euro machen könne. Langley erwiderte in der FAZ darauf: „Wir haben kein Geschäft verloren, ich sehe nicht, wo diese 100 Millionen Euro herkommen sollen.“
Der von Langley eingesetzte Geschäftsführer der neu gegründeten Manroland Sheetfed Gmbh, Alfred Rothländer, sekundierte: „Was uns getroffen hat, trifft die Wettbewerber auch noch.“
Langley bestätigte gegenüber der FAZ zudem die bereits genannten Ziele: Mit dem Bogendruck soll Manroland 2012 einen Umsatz zwischen 350 Millionen und 400 Millionen Euro erwirtschaften und ein positives Ergebnis einfahren. Mit dem Stellenabbau sei Schluss – man werde die derzeit rund 860 Mitarbeiter in Offenbach und die rund 1.000 Mitarbeiter in den ausländischen Servicegesellschaften weiterbeschäftigen. Die Auslastung des Offenbacher Werks liege derzeit wieder bei 90 Prozent.



