Hamburg (BoerseGo.de) - Einem Medienbericht zufolge erwägt die schwarz-gelbe Regierung, längere Laufzeiten für Atomkraftwerke nicht zuzuteilen, sondern sie zu versteigern. Die Regierung würde nach diesem Modell zusätzliche Laufzeiten in Strommengen umrechnen, die die Betreiber dann in kleinen Portionen ersteigern müssten, wie die "Financial Times Deutschland" (FTD) berichtet. Vorbild sei die Auktion von UMTS-Mobilfunklizenzen, die dem Staat im Jahr 2000 mehr als 50 Milliarden Euro einbrachte. "Das ist ein interessanter Vorschlag, der eine ernsthafte Prüfung verdient", sagte Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) der FTD.
Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) schätzt den Wert einer Laufzeitverlängerung von acht Jahren für alle deutschen Atomkraftwerke auf 56 Milliarden Euro.
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