Chicago (BoerseGo.de) - Nach Ansicht des Regionalpräsidenten der US-Notenbank Federal Reserve (FED) von Chicago, Charles Evans, halten sich die Mitglieder des Offenmarktausschusses FOMC nicht wirklich an das von US-Notenbankchef Ben Bernanke ausgegebene Inflationsziel von 2,0 Prozent. Nach den Worten von Evans haben sich bei der letzten Notenbanksitzung einige FOMC-Mitglieder für eine Erhöhung des Leitzinses vor Ende des Jahres 2014 ausgesprochen, obwohl die Arbeitslosenquote weiter auf hohem Niveau verharrt und sie eine Inflationsrate bei oder unter 2,0 Prozent in Aussicht gestellt haben.
Weiter sei die niedrige Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen ein Beweis dafür, dass der Markt in den kommenden Jahren ein geringes Wachstum und eine niedrige Inflationsrate erwarte. Die Entscheidung der Fed, das Anleihetauschprogramm "Operation Twist" zu verlängern, bezeichnete er als "nützlich". Jedoch wäre ihm ein stärkeres Signal wie der Ankauf von mit Hypotheken besicherten Anleihen lieber gewesen.



