London (BoerseGo.de) - Die 29 größten Kreditinstitute der Welt könnten laut Einschätzung der Bonitätswächter von Fitch weitere 556 Milliarden US-Dollar an Kapital benötigen, um die nötige Stabilität im Finanzsystem zu gewährleisten. Wie die Ratingagentur heute empfahl, sollen die systemrelevanten Banken ihre Gebühren erhöhen und ihre Dividendenzahlungen an die Investoren senken, um die erhöhten Kapitalanforderungen erfüllen zu können. Zu den betroffenen Großinstituten gehören unter anderem Häuser wie die Deutsche Bank, Barclays oder die schweizerische UBS.
Die führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) haben letztes Jahr insgesamt 29 Kreditinstitute ermittelt, die systemrelevant sind. Ein Konkurs einer dieser Banken könnte das gesamte Finanzsystem in seinen Grundfesten erschüttern, so dass auf diese Häuser zukünftig höhere Kapitalanforderungen zukommen.
In Abhängigkeit vom Geschäftsmodell müssen die Großbanken über 1,0 bis 2,5 Prozentpunkte mehr Eigenkapital verfügen als nicht systemrelevante Institute. In der höchsten Kategorie ist zusammen mit der Mindestquote nach Basel III ein hartes Kernkapital von 9,5 Prozent erforderlich.



