• Französische und Spanische Banken brauchen keine Staatshilfe

    Donnerstag 27.10.2011, 11:35 Uhr
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    Paris (BoerseGo.de) – Die französischen Banken brauchen vermutlich keine Hilfe vom Staat, um die vom EU-Gipfel beschlossenen Kapitalanforderungen zu erfüllen. Die Institute könnten wahrscheinlich das nötige Kapital selbst durch einbehaltene Dividenden und Boni-Kürzungen herbeischaffen, sagte der französische Finanzminister François Baroin gegenüber dem Radiosender RTL Radio, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag berichtete.

    Die Staats- und Regierungschefs der Euroländern haben in der vergangenen Nacht gemeinsam mit den Vertretern der größten Banken Europas vereinbart, dass die systemrelevanten europäischen Banken bis Ende Juni 2012 ihre Kernkapitalquote auf 9 Prozent anheben müssen. Diese Maßnahme gilt als notwendig, um den ebenfalls auf dem Gipfel beschlossenen Schuldenschnitt für griechische Forderungen um 50 Prozent für die privaten Investoren tragbar zu machen.

    Auch spanische Banken brauchen keine staatliche Unterstützung

    Auch der spanische Staatschef José Luis Rodriguez Zapatero zeigte sich am Donnerstag zuversichtlich, dass die fünf von den Regelungen betroffenen spanischen Banken ohne Staatshilfe auskommen werden. Die beiden spanischen Großbanken BBVA und Santander haben bereits selbst mitgeteilt, ohne staatliche Hilfsmittel auszukommen.

    Santander wolle auch ohne Kapitalerhöhung die Kernkapitalquote bis Mitte 2012 sogar auf 10 Prozent heben, so die Bank in einer Pressemitteilung. Die BBVA hatte ihren Kapitalbedarf am Mittwoch auf rund 7 Milliarden Euro beziffert und gleichzeitig bestätigt, dies aus eigener Kraft stemmen zu können.

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