Bad Homburg (BoerseGo.de) – Der Gesundheitskonzern Fresenius kommt bei der Übernahme der Krankenhauskette Röhn-Klinikum gut voran. Wie die Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires (DJN) am Donnerstag berichtete, will der Großaktionär und Hedgefondsmanager John Paulson seine Röhn-Klinikum-Anteile an den Dax-Konzern verkaufen. Damit konnte Fresenius einen weiteren wichtigen Aktionär neben dem Firmengründer Eugen Münch und dem Röhn-Vorstand gewinnen.
Paulson ist mit seiner Beteiligung von 3,6 Prozent viertgrößter Aktionär. Nach Unternehmensangaben sind lediglich die Familie Münch, der schwedische Pensionsfonds Alecto sowie der Investmentfonds Franklin Mutual Advisers höher beteiligt.
Fresenius hatte den Röhn-Klinikum-Aktionären im Mai eine Offerte von 22,50 Euro je Titel unterbreitet. Daraus würde sich ein Gesamtkaufpreis von 3,1 Milliarden Euro ergeben. Das Übernahmeangebot gilt bis 27. Juni. Wenn bis dahin mindestens 90 Prozent plus eine Aktie angedient wurden, gilt die Krankenhauskette als übernommen.
Die Hürde ist hoch gesteckt, doch essenziell für Fresenius. Sollte die Bedingung nicht erfüllt sein, hätte der Gesundheitskonzern bei dem MDax-Unternehmen keine freie Hand. Dennoch ermöglicht eine Klausel im Angebot, dass Fresenius sich bis kurz vor Ablauf der Frist auch in diesem Punkt umentscheiden kann.



