Frankfurt (BoerseGo.de) – Die schwächere Entwicklung bei Gold in den letzten Wochen führen die Rohstoffexperten der Commerzbank in ihrem Spezialreport (Rohstoffe kompakt Edelmetalle) auf den festen US-Dollar, Verkäufe der spekulativen Finanzanleger und eine zuletzt verhaltene physische Nachfrage zurück.
Der US-Dollar wertete zwischen Ende April und Ende Mai handelsgewichtet um 5,5 Prozent auf und erreichte fast ein 2-Jahreshoch. Anleger seien wegen der Schuldenkrise im Euroraum in die US-Staatsanleihen geflüchtet, was zur US-Dollar-Nachfrage beigetragen habe.
Gold entwickelt sich nach Meinung der Experten in Krisenzeiten in der Regel aber besser als andere Anlageklassen. Der letzte Monat sei eine Ausnahme von dieser Regel gewesen. Auch in der Vergangenheit, wie im September 2011 und im Oktober 2008, konnte eine temporär schwächere Entwicklung beobachtet werden.
Im zweiten Halbjahr wird wieder mit einer steigenden physischen Nachfrage gerechnet, so dass der Goldpreis gegen Jahresende nach Meinung der Analysten wieder das Rekordhoch aus dem Jahr 2011 erreichen kann. Bis zum vierten Quartal wird ein Kursanstieg auf 1.900 US-Dollar je Unze erwartet. Das größte Risiko für diese Prognose gehe von einer weiteren Aufwertung des US-Dollar aus. Das letztjährige Rekordhoch in Euro gerechnet von 1.375 Euro werde aber vermutlich überschritten werden.



