New York (BoerseGo.de) - Nach Meinung des früheren Fed-Chefs Alan Greenspan ist im Kongress ein Mangel an Diskussion über die finanzielle Klippe zu beobachten. Dies sei aber ein Problem, welches gelöst werden könne und auch zu einer Lösung kommen werde. "Wir müssen uns aber darüber klarwerden, dass es von unserem heutigen Standpunkt aus keinen schmerzfreien Weg zur Lösung des Problems geben wird. Es gibt kein Mittel der Politik, welches die Konsequenzen der Ungleichgewichte verhindern kann, die wir gegenwärtig haben. Greenspan meint, dass sich niemand wünsche, dass die durch die finanzielle Klippe bedingten Probleme die Wirtschaft zur gleichen Zeit treffen, sobald die Steuererhöhungen und die Ausgabenkürzungen zu Beginn des Jahres 2013 in Kraft treten.
Es handelt sich um ein Problem, das wir lösen können und das wir auch lösen werden. Wir müssen aber in Erinnerung behalten, dass das Problem nicht bei uns liegt", so Greenspan. Er sieht die Probleme in den Haushaltsdefiziten zahlreicher Eurozonen-Länder. "Es ist wie in einem lecken Boot, in dem wir das Wasser herausschöpfen und wobei wir mit uns sehr zufrieden sind, weil wir dies auch weiterhin tun. Das Problem besteht darin, dass wir die Löcher noch nicht gestopft haben. Wenn wir das nicht tun und bis wir das tun, wird das Problem nicht gelöst werden", so Greenspan.



