New York (BoerseGo.de) – Die Hedgefonds sind in der vergangenen Woche erneut skeptischer geworden. Bullische Wetten auf steigende Rohstoffpreise wurden so stark reduziert wie seit vier Monaten nicht mehr. Händler führten die Wahl in Frankreich sowie die europäische Schuldenkrise als Belastungsfaktoren an, berichtet Bloomberg am Montag.
Der S&P GSCI Commodity Index, der die Entwicklung von 24 Rohstoffen zusammenfasst, fiel in der letzten Woche um 0,8 Prozent. Im April sind die Rohstoffpreise bisher um 1,8 Prozent gesunken. Nach dem Rückgang im März könnte sich damit erstmals seit September 2011 wieder ein Rückgang über einen Zeitraum von zwei Monaten einstellen.
Die Hedgefonds und Vermögensverwalter reduzierten ihre Netto-Longposition in 18 US-Futures und Optionen in der Woche zum 17. April um 11 Prozent auf 898.022 Kontrakte. Bei Zucker gab es den stärksten Positionsabbau seit drei Jahren. Auch bei Baumwolle, Weizen, Kaffee und Erdgas zeigten sich die Experten pessimistischer.
"Der Markt hat Angst vor einer größeren weltweiten Konjunkturabschwächung. Die Bedingungen für eine neue Rohstoff-Rally sind nicht sonderlich günstig“, sagte Walter Hellwig von BB&T Wealth Management, die 17,0 Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten betreuen.



