• HeidelbergCement: „Kaufen“ wegen angekündigter Kapitalerhöhung

    Montag 14.09.2009, 18:19 Uhr
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    Düsseldorf (BoerseGo.de) – Die Analysten des Bankhauses Lampe haben die Aktie von HeidelberCement erneut auf „Kaufen“ eingestuft. Das Kursziel senkten sie um zwei Euro auf 46 Euro.

    Im Rahmen der Neuausrichtung der Finanzierungsstruktur hat HeidelbergCement am Vortag eine Kapitalerhöhung im Verhältnis zwei zu eins angekündigt. Die 62,5 Millionen neuen Aktien können innerhalb der Bezugsfrist vom 24.9. bis zum 7.10.2009 bezogen werden. „Mit der angekündigten Kapitalerhöhung wird ein weiterer Stein aus dem Weg geräumt, der die Aktie belastete und der Fokus richtet sich mit Spannung auf die neue Aktionärsstruktur, die sich ab dem 9.10.2009 herausstellen wird. Der Verwässerungseffekt wird unseres Erachtens nicht gravierend sein, da ein Großteil im Finanzergebnis positiv wirkt“, erläutern die Analysten. Sie gehen von einer Entlastung des Finanzergebnisses im laufenden Jahr von rund 30 Millionen Euro und im kommenden Jahr von 115 Millionen Euro aus.  Den bisher vorgenommen Abschlag von 25 Prozent beim Kursziel halten die Analysten nicht mehr für gerechtfertigt und reduzieren diesen auf zehn Prozent. Damit sei im Wesentlichen das verbleibende Risiko von Goodwill-Abschreibungen berücksichtigt. Deswegen werde das Kursziel auf 46 Euro gesenkt.

    Der Bezugspreis werde im Rahmen eines Bookbuildingverfahrens der institutionellen Adressen in Abstimmung mit dem Bankenkonsortium und den Altaktionären ermittelt und voraussichtlich am 22.9.2009 bekannt gegeben. Darüber hinaus werden Altaktien der bisherigen Mehrheitsaktionäre bis maximal 62,5 Millionen Stück bei Investoren platziert. Diese Parteien hätten sich verpflichtet, ihre Bezugsrechte bis zur Preisfeststellung aufschiebend abzutreten, um diese ebenfalls an institutionelle Investoren zu platzieren. Die Aktionärsstruktur von HeidelbergCement  werde sich ab dem 9. Oktober  deutlich ändern. „Der Anteil von Ludwig Merckle, der zuletzt bei gemeldeten 72,4 Prozent lag, könnte damit im Extrem auf 14,9 Prozent reduziert werden, wenn von den 90,5 Millionen Aktien auf 28 Millionen Stücke reduziert werden. Da auch die Schwenk Beteiligungen GmbH & CoKG ihren Anteil bereits von 6,9 Prozent außerbörslich platziert hatte, erwartet der Kapitalmarkt mit Spannung, welche institutionellen Investoren sich bei HeidelbergCement entsprechend positionieren werden“, schreiben die Analysten.


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