Heidelberg (BoerseGo.de) – Der Baustoffkonzern HeidelbergCement hat im ersten Quartal einen unerwartet hohen Verlust eingefahren. Grund hierfür waren die stark gestiegenen Energiekosten, wie das Dax-Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Zudem war die Baubranche durch das ungewöhnlich kalte Frühjahr beeinträchigt. Die aufgrund der erhöhten Energiepreise um 10 Prozent gestiegenen Materialkosten konnten nur teilweise durch Preiserhöhungen kompensiert werden, hieß es weiter in der Pressemitteilung. Trotzdem bestätigte das Unternehmen seinen Ausblick.
Der Verlust nach Dritten sackte von minus 160,7 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf minus 203,8 Millionen Euro ab. Analysten hatten im Durchschnitt nur mit minus 167 Millionen Euro gerechnet. Das EBITDA reduzierte sich von 253 Millionen auf 214 Millionen Euro und verfehlte damit ebenfalls die Erwartungen der Analysten von 252 Millionen Euro. Als Grund für den Rückgang gab HeidelbergCement neben den Energiekosten auch Kosten für Fracht und Instandhaltung an. Das operative Ergebnis verringerte sich von 60,1 Millionen auf 13,8 Millionen Euro.
Umsatz dank Amerika und Asien gestiegen
Einzig die Umsatzerlöse erhöhten sich von 2,602 Milliarden auf 2,799 Milliarden Euro und übertrafen damit die Analysteneinschätzungen von durchschnittlich 2,7 Milliarden Euro. Dabei profitierte HeidelbergCement vor allem von seinen Aktivitäten in Nordamerika und Asien, wo kein Wintereinbruch das Geschäft verhagelte. Auch mit dem Sparprogramm zur Verbesserung des Cashflows ging es dem Konzern zufolge voran und die Verschuldung wurde deutlich abgebaut.
Ausblick bestätigt
Den Ausblick vom Geschäftsbericht 2011 bestätigte der Konzern: Demnach soll das operative Ergebnis 2012 moderat steigen, vor allem aufgrund des zunehmenden Zementabsatzes. Zusätzliche Kostensteigerungen sollen durch Preiserhöhungen und Sparmaßnahmen ausgeglichen werden. Für 2013 geht das Unternehmen von einer weiteren Erhöhung von Umsatz und Ergebnis aus. Die Dividende soll 2012 und 2013 von der Entwicklung des Cashflows und des Verschuldungsgrades abhängen und einer Ausschüttungsquote am Jahresüberschuss nach Dritten von 30 bis 35 Prozent entsprechen.



