New York (BoerseGo.de) – Der weltgrößte Computerkonzern Hewlett Packard (HP) wird sein PC- und Druckergeschäft in eine Einheit zusammenlegen und damit die Konzernstruktur verschlanken. Der US-Konzern kündigte am Mittwoch zudem an, auch andere Geschäftsbereiche wie das Marketing unter eine zentrale Führung stellen zu wollen. Durch die Maßnahmen sollen die Kosten reduziert werden, um mehr Spielraum für Investitionen zur Verfügung zu haben.
Durch die Zusammenlegung der Bereiche wird ein Geschäftssegment mit einem Jahresumsatz von etwa 65,4 Milliarden US-Dollar entstehen, was etwa 50 Prozent des Gesamtumsatzes des Konzerns entspricht. Noch im letzten Jahr hatte der damalige Chef Leo Apotheker einen Verkauf der PC-Sparte angekündigt. Nach seinem durch den Aufsichtsrat erzwungenen Rücktritt hat die neue Konzernchefin Meg Whitman einen erneuten Kurswechsel eingeleitet, wobei an der schwächelnden PC-Sparte festgehalten werden soll.
Hewlett Packard macht der Trend zur Nutzung der Smartphones und Tablet-Computer zu schaffen. Im ersten Quartal war der Gewinn im Jahresvergleich um 44 Prozent auf 1,47 Milliarden US-Dollar gesunken. In beiden Märkten war HP bisher nicht erfolgreich. Zudem rückt dem US-Konzern der chinesische Hersteller Lenovo zunehmend dichter auf den Pelz. Durch den Kauf des Aldi-Lieferanten Medion konnten die Chinesen den US-Konzern Dell vom Platz der weltweiten Nummer 2 bei den klassischen Computern verdrängen.



