• Hoffnung auf Ende des griechischen Dramas treibt Euro

    Montag 20.02.2012, 08:09 Uhr
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    DJ DEVISEN/Hoffnung auf Ende des griechischen Dramas treibt Euro

    FRANKFURT (Dow Jones) - Der Euro startet fester zu Dollar und Yen in die neue Woche. Den Wechselkursanstieg der als Maß für den Risikoappetit geltenden Gemeinschaftswährung begründen Devisenhändler mit der geldpolitischen Lockerung in China und der Hoffnung auf ein Ende des Gezerres um einen Schuldenschnitt und ein zweites Rettungspaket für Griechenland.

    Am Samstag hat die People's Bank of China (PBoC) mit Wirkung zum 24. Februar den Mindestreservesatz für die Geschäftsbanken um 50 Basispunkte auf 20,5 Prozent gesenkt. Zuletzt hatte die PBoC diesen Satz am 5. Dezember gesenkt. "Diese Senkung des Mindestreservesatzes ist eine gute Nachricht für die Kapitalmärkte", sagt Ma Xiaoping von HSBC. Schließlich werde durch die geldpolitische Lockerung Liquidität im Umfang von 400 Milliarden Yuan freigesetzt.

    Daneben steht das Treffen der Eurogruppe im Zentrum der Aufmerksamkeit, bei dem über das zweite Rettungspaket für Athen entschieden werden soll. Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker hatte im Vorfeld allerdings bereits eine Einigung in Aussicht gestellt, da die Hellenen die zuvor immer weiter verschärften Bedingungen, wie zusätzliche Einsparungen in Höhe von 325 Millionen Euro, erfüllt hätten. Daneben dürften auch die Einzelheiten des Forderungsverzichts der Privaten Gläubiger gegenüber Griechenland auf den Tisch gelegt werden. Über die nationalen Notenbanken hat die Europäische Zentralbank wohl bereits ihre Bestände an Athener Staatsanleihen in neue Schuldtitel mit anderen Konditionen getauscht, um dem Schuldenschnitt zu entgehen.

    Dessen ungeachtet betont Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen, dass der heutige Tag von einem hohen Ereignisrisiko geprägt sei und die Volatilität an den Devisenmärkten wohl durchaus ausgeprägt sein werde. "Eine sich abzeichnende Lösung würde aber zu einem Anstieg der Risikobereitschaft beitragen und den Euro tendenziell stützen", sagt er. Bei Kursen jenseits von 1,3235 Dollar entstehe charttechnisches Potenzial bis 1,3307/20 Dollar. Dort leiste nicht nur der gleitende 100-Tage-Schnitt Widerstand, sondern auch das markante Hoch vom 9. Februar. Unterstützungen macht Wortberg bei 1,3170 und 1,2973 Dollar aus. Demgegenüber ist die Agenda der makroökonomischen Kennziffern dünn bestückt, noch dazu wird in den USA der Feiertag "President's Day" gefeiert.

    Die Feinunze Gold kostet am Montagmorgen 1.734,93 Dollar. Am Freitagnachmittag wurde sie in London mit 1.723,00 Dollar festgestellt nach 1.732,00 Dollar am Vormittag.

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