New York (BoerseGo.de) - Der derzeitige Stand des Euros nähert sich dem Gleichgewichtswert der Gemeinschaftswährung. Dies erklärte gemäß einem Bericht von Bloomberg der stellvertretende Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) John Lipsky. Der jüngste Fall der Gemeinschaftswährung auf den tiefsten Stand seit vier Jahren stütze die europäischen Exporte. Das derzeitige Niveau des Euros spiegle nicht die aufgeworfenen Probleme. Die Gemeinschaftswährung steuere nach einer längeren Phase der Überbewertung ihrem fairen Wert entgegen. Es werde allzu leicht vergessen auf welchem Niveau der Euro seinen Startschuss gab. Dieser debütierte bei 1,17 Dollar. Davon sei der Abstand nicht mehr allzu weit.
Der IWF-Vertreter und frühere Chefvolkswirt von JPMorgan Chase & Co. sieht in dem vorwöchigen Entscheid der Europäischen Zentralbank (EZB), Staatsanleihen von finanzschwachen Ländern der Eurozone aufzukaufen als höchst zeitgemäß, um in einer von großer Unsicherheit gekennzeichneten Phase eine Stabilisierung und Beruhigung in den Märkten herbeizuführen. Derartige Aufkäufe müssten jedoch eine zeitliche Begrenzung erhalten, führte Lipsky im Rahmen eines Interviews weiter aus.



