Wiesbaden (BoerseGo.de) – In Deutschland schwächt sich der Preisauftrieb weiter ab. Im Juni sank die Inflationsrate von 1,9 Prozent im Vormonat auf 1,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Das ist die niedrigste Jahresrate seit Ende 2010. Im Monatsvergleich sanken die Verbraucherpreise um 0,1 Prozent. Die Statistiker bestätigten damit das vorläufige Ergebnis von Ende Juni.
Die Inflationsrate wurde laut Destatis im Juni 2012 maßgeblich durch die Preisentwicklungen bei Energie und bei Nahrungsmitteln bestimmt: Energie verteuerte sich im Juni 2012 insgesamt um 4,0 Prozent gegenüber Juni 2011. Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich im gleichen Zeitraum um 3,6 Prozent. Ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung dieser beiden stark schwankungsanfälligen Gütergruppen hätte die Inflationsrate im Juni 2012 bei plus 1,1 Prozent gelegen. Die Preise für Waren erhöhten sich im Juni 2012 gegenüber Juni 2011 um 2,7 Prozent (darunter Verbrauchsgüter: + 3,3 %; langlebige Gebrauchsgüter: + 0,3 %).



