Interview: Grammer sitzt gut gerüstet im Sattel
Die im SDax gelistete Gesellschaft beliefert Personenwagen-Hersteller mit Kopfstützen, Armlehnen und Mittelkonsolen und stellt Sitze für Lastwagen und Züge her. Erst jüngst hatte das Unternehmen seine Prognose für das Gesamtjahr 2010 angehoben. "Wir haben für das zweite Halbjahr keine große Abschwächung mehr im Visier", begründete Müller den Optimismus. Die Erlöse sollen nun im Vergleich zum Vorjahr um rund zehn Prozent auf 800 Millionen Euro steigen. Die Rendite auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) soll drei Prozent betragen. Im vergangenen Jahr war der Umsatz um 28 Prozent auf 727 Millionen Euro eingebrochen.
Die Rückkehr in die Erfolgsspur führte Müller auf das rasch umgesetzte Sanierungsprogramm zurück. Grammer hatte im vergangenen Jahr Werke geschlossen und sich von rund einem Viertel der Mitarbeiter getrennt. Zwischenzeitlich wurde an allen deutschen Standorten kurz gearbeitet. Zudem führt der Zulieferer in seinen Werken in mehreren Phasen ein neues, wirtschaftlicheres Produktionssystem ein. Auf der Einkaufsseite wurde die Zahl der Zulieferer in den vergangenen ein bis eineinhalb Jahren halbiert.



