Tokio (BoerseGo.de) - In Japan unterstützten niedrige Anleiherenditen bislang die Finanzierung der wachsenden Staatsverschuldung. Die Regierung ist jedoch zur Eindämmung der Schuldenlast gefordert, da ansonst die Gefahr für einen Anstieg der Finanzierungskosten heraufbeschworen wird. Dies erklärte gemäß einem Bericht von Bloomberg der stellvertretende Finanzminister Yoshihiko Noda im Rahmen eines Interviews. “Wir sind darüber erfreut, dass die Renditen bei rund 1,3 Prozent verharren. Wenn wir aber keine Schutzvorkehrungen errichten könnten die Renditen langfristig deutlich steigen. Im Falle eines Anstiegs der Finanzierungskosten sieht sich die Regierung zu höheren Aufwendungen für Schuldendienste sowie zur Einschränkung ihrer Budgetflexibilität gezwungen. Dann würde sich die Finanzlage verschärfen. Darüber bin ich in Sorge. Ein richtiges Management der Schulden ist daher von bedeutender Natur. Ebenso die Ausarbeitung eines Plans zur langfristigen Sanierung des Staatshaushalts. Normalerweise realisieren die Japaner die wichtige Tatsache, dass Probleme im Bereich des Haushalts zu einer Kreditkrise führen könnten. Wir müssen aus dem Beispiel Griechenland Lehren ziehen ”, führte Noda weiter aus.
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