Zürich (BoerseGo.de) - Die globale Konjunkturentwicklung bleibt schwach und Hoffnungen auf ein aggressiveres Gegensteuern der Geldpolitik haben sich zunächst nicht erfüllt. Darauf weisen die Experten der Schweizer Privatbank Julius Bär in einem aktuellen Marktkommentar hin. In ihrem Basisszenario rechnen die Experten weiterhin mit einem "zähen Durchwursteln" in der europäischen Schuldenkrise und entsprechenden Risiken für die Konjunkturentwicklung.
EZB-Präsident Mario Draghi habe die zunächst von ihm geweckte Hoffnung auf schnelle Lösungen in der Schuldenkrise enttäuscht. Denn Anleihekäufe durch die EZB sollen nur dann erfolgen, wenn die betreffenden Ländern auch einen Antrag auf Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm gestellt haben, entsprechende Auflagen einhalten und auch der Rettungsschirm Anleihen erwirbt. Außerdem müssen die Käufe im Einklang mit dem Ziel der
Preisstabilität stehen. "Es bestehen also beträchtliche zeitliche und administrative Hürden für das Ankaufprogramm von Staatsanleihen und damit für eine potenzielle Vergemeinschaftung der europäischen Staatsschulden“, erläutern die Experten von Julius Bär.



