(In der um 6.55 Uhr gesendeten Meldung "MÄRKTE ASIEN/Griechenland-Optimismus nach G-8-Gipfel" wurde im letzten Absatz ein falscher Won-Kurs angegeben. Es folgt die korrigierte Fassung.)
HONGKONG (Dow Jones) - Nach den Kursabschlägen der vergangenen Woche zeigen sich die asiatischen Märkten zum Wochenstart mit leichten Aufschlägen. Die Stimmung gegenüber Griechenland und der Eurozone habe sich wieder etwas aufgehellt, nachdem sich die führenden Industrienationen im Rahmen des G-8-Gipfels am Wochenende für einen Verbleib des schuldenstrapazierten Landes in der Währungsunion ausgesprochen hätten, heißt es im Handel. Zudem hätten die jüngsten Äußerungen von Chinas Premier Wen Jiabao Hoffnungen auf weitere geldpolitische Lockerungen im Reich der Mitte gemacht.
In Tokio zieht der Nikkei um 0,4 Prozent auf 8.650 Punkte an, während der südkoreanische Kospi 0,7 Prozent auf 1.796 Punkte gutmacht. Der Shanghai Composite Index legt um 0,3 Prozent auf 2.352 Punkte zu. In Australien gewinnt der A&P/ASX 200 0,3 Prozent auf 4.058 Punkte.
Die G-8-Chefs hatten sich am Wochenende intensiv mit Griechenland beschäftigt, das vor Neuwahlen am 17. Juni steht. "Wir wollen, dass Griechenland in der Eurozone bleibt, vorausgesetzt, es erfüllt seine Verpflichtungen", heißt es in der Gipfelerklärung. Damit stellten sich auch die USA hinter den deutschen Standpunkt, man könne den Hellenen keinen bedingungslosen Freifahrtsschein geben. Dass das Spar- und Reformprogramm für Athen gelockert werden könne, stehe nicht zur Debatte, sagte Merkel. Wohl könne man dem Land aber stärker helfen, wirtschaftlich wieder auf die Beine zu kommen.
"Die Investoren sind sehr nervös hinsichtlich der Frage, wieviel Kapazität und Willen die Regierungen haben, um Volkswirtschaften zu stützen und das Wachstum zu erhalten", sagt Angus Gluskie von White Funds.
Vier Wochen vor der erneuten Parlamentswahl in Griechenland bleibt die politische Lage in dem Land unberechenbar. In einer am Sonntag veröffentlichten Umfrage war das linksradikale Bündnis Syriza mit 28 Prozent der Stimmen stärkste Kraft vor der konservativen Nea Dimokratia mit 24 Prozent; in einer Umfrage zwei Tage zuvor war das Kräfteverhältnis umgekehrt. Der griechische Staatspräsident Karolos Papoulias löste am Samstag das Parlament in Athen auf, um den Weg für Neuwahlen freizumachen.
In China hat Premierminister Wen Jiabao indessen die Wichtigkeit geldpoltischer Anpassungen zur Stützung des Konjunkturwachstums hervorgehoben. Angesichts der enttäuschenden Wirtschaftsdaten des Landes in der vergangenen Woche steigen damit die Hoffnungen der Anleger auf monetäre Lockerungen in China. Das stützt unter anderem die Immobilienwerte: In Schanghai geht es für China Vanke um 1,5 Prozent aufwärts, während die in Hongkong gelisteten China Resources Land um 1,9 Prozent anziehen.
Am Devisenmarkt zieht der Euro zum US-Dollar leicht an und notiert bei 1,2794. Am späten Freitag wurden 1,2780 Dollar je Euro bezahlt. Der als sicherer Hafen geltende japanische Yen gibt etwas nach auf 79,20 Dollar.
In Südkorea werden der Aktien- als auch der Devisenmarkt zusätzlich von der Meldung gestützt, dass die Pensionskasse des Landes rund 620 Milliarden Won (415 Millionen Euro) am Aktienmarkt investieren will. Der Dollar gibt auf 1.166 Won nach, verglichen mit 1.173 Won am Freitag. Am Aktienmarkt ziehen die Schwergewichte Samsung Electronics um rund 4 Prozent an, Hyundai Motor gewinnen 3,5 Prozent.
INDEX Stand +- in % Handelsende aktuell (MESZ) S&P/ASX 200 (Sydney) 4.058,10 +0,29% 08.00 Nikkei-225 (Tokio) 8.652,07 +0,47% 08.00 Kospi (Seoul) 1.757,90 +0,75% 08.00 Shanghai-Composite (Schanghai) 2.351,57 +0,30% 09.00 Hang-Seng-Index (Hongkong) 18.932,59 -0,10% 10.00 Straits-Times (Singapur) 2.778,75 -0,01% 11.00 DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Fr, 9.55 Uhr EUR/USD 1,2791 +0,1% 1,2779 1,26755 EUR/JPY 101,3179 +0,1% 101,2312 100,49929 USD/JPY 79,2250 +0,0% 79,2110 79,285 USD/KRW 1168,6500 +0,2% 1168,6500 1172,1 USD/CNY 6,3292 +0,1% 6,3292 6,3292 AUD/USD 0,9854 +0,1% 0,9846 0,98395 DJG/DJN/kko/ros
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