• KORREKTUR: MÄRKTE ASIEN/Spannung vor Entscheidungen der Notenbanken steigt

    Mittwoch 01.08.2012, 07:21 Uhr
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    (In dem um 6.59 Uhr gesendeten Bericht wurden z.T. falsche Aussagen zu den Konjunkturdaten in China gemacht. Im fünften Absatz muss es korrekt heißen:

    Der offizielle Index Index ist im Vergleich zum Vormonat leicht gesunken, wobei er mit 50,1 Punkten noch auf eine Expansion hindeutet. Experten hatten einen Wert von 50,4 erwartet. Der von HSBC ermittelte Index ist zwar gestiegen, notiert aber weiter unter dem Expansionswert von 50 (NICHT: Sowohl der offizielle Index als auch der von HSBC ermittelte Index sind im Vergleich zum Vormonat leicht gesunken, wobei zumindest der offizielle Index mit 50,1 Punkten noch auf eine Expansion hindeutet. Experten hatten einen Wert von 50,4 erwartet) Im Anschluss die korrigierte Version:

    MÄRKTE ASIEN/Spannung vor Entscheidungen der Notenbanken steigt

    Nach fünf Handelstagen mit überwiegenden Kursgewinnen an den Aktienbörsen in Ostasien dominieren am Mittwoch die Minuszeichen auf den Kurszetteln. Schwache japanische Unternehmensergebnisse, neue Konjunkturdaten aus China und die zunehmende Nervosität vor den Entscheidungen der Notenbanken prägen das Geschehen an den Finanzmärkten. Den Anfang macht am Abend (MESZ) die US-Notenbank (Fed). Am Dienstag hatten zuletzt wieder schwindende Hoffnungen auf neue geldpolitische Lockerungsmaßnahmen in den USA für moderate Kursverluste an Wall Street gesorgt.

    In einer Studie der Strategen von Barclays Capital heißt es mit Blick auf die Treffen der Notenbanker in den USA und Europa am Mittwoch und Donnerstag, diese dürften die Märkte enttäuschen. Marktstratege Mitul Kotecha von Credit Agricole bemerkt dazu: "Die Erwartung an die Fed ist vielleicht etwas geringer als jene an die EZB, aber jüngste Presseberichte zeigen, dass die Fed einer Ausweitung ihrer Bilanz näher gekommen ist." Erst in der Vorwoche hatte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, für Optimismus an den Finanzmärkten gesorgt mit seiner Aussage, die EZB werde alles tun, was notwendig sei, den Euro zu retten.

    Am Devisenmarkt zeigt sich der Euro im asiatisch beherrschten Handel zum Dollar kaum verändert, während der Dollar zum Yen nachgibt. Hier sprechen Teilnehmer von Zurückhaltung der Akteure, nicht nur wegen der Notenbankenentscheidungen, sondern auch mit Blick auf die US-Arbeitsmarktdaten für Juli am Freitag.

    Schwächste Börse in Asien ist Tokio, wo der Nikkei-Index um 1,1 Prozent nachgibt, während die Verluste an den anderen Plätzen der Region geringer ausfallen. In Sydney verliert der Börsenindex 0,2 Prozent, nachdem der Index für das Verabeitende Gewerbe dort auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren gefallen ist. In Schanghai gewinnt das Marktbarometer in einer Erholungsbewegung dagegen 0,9 Prozent. Der Index dort hatte zuletzt ein Mehrjahrestief erreicht.

    Negative Impulse gehen von den neuen chinesischen Einkaufsmanagerindizes aus, die etwas schwächer ausgefallen sind als von Analysten vorhergesagt. Der offizielle Index Index ist im Vergleich zum Vormonat leicht gesunken, wobei er mit 50,1 Punkten noch auf eine Expansion hindeutet. Experten hatten einen Wert von 50,4 erwartet. Der von HSBC ermittelte Index ist zwar gestiegen, notiert aber weiter unter dem Expansionswert von 50.

    Vor allem in Tokio sorgen die Daten aus China für Verstimmung. Dass die Konjunktur in China offenbar immer noch nicht den Boden erreicht habe, dürfte im kommenden Quartal bei den Unternehmensergebnissen weitere Spuren hinterlassen, heißt es. Am Dienstag nach Börsenschluss hatte der stark vom chinesischen Markt abhängende Baumaschinenhersteller Komatsu seinen Gewinn- und Umsatzausblick gesenkt und einen Gewinneinbruch von 42 Prozent berichtet. Das Unternehmen sprach von einem extrem schwierigen Wettbewerb und fürchtet Marktanteilsverluste. Die Komatsu-Aktie verliert rund 8 Prozent an Wert. In ihrem Sog geht es für Hitachi Construction Machinery um fast 5 Prozent nach unten.

    Für den Kurs von Honda Motor geht es um annähernd 6 Prozent abwärts. Das Unternehmen hatte seinen Quartalsgewinn zwar fast vervierfacht, seinen Gewinn- und Umsatzausblick dessen ungeachtet aber unverändert gelassen. Aktien von Mazda Motor geben ebenfalls deutlich nach, obwohl der Autobauer eine Verringerung des Quartalsverlustes angekündigt hat.

    Besser als erwartet ausgefallenen Geschäftszahlen stützen dagegen einzelne Kurse im Finanzsektor. Für Mizuho Financial Group geht es um 0,8 Prozent aufwärts, für Shinsei Bank um 4,5 Prozent. Einen Kurssprung um über 6 Prozent vollführen die Titel von Panasonic, nachdem das Technologieunternehmen im Berichtsquartal schwarze Zahlen geschrieben hat. Toshiba legen um knapp 2 Prozent zu. Das Unternehmen rechnet im Gesamtjahr weiter mit einem Gewinn.

    Die negativen Konjunktursignale aus China belasten die Kurse von Aktien der Rohstoffunternehmen wie Fortescue Metals Group und BHP Billiton , die um bis zu 1,5 Prozent nachgeben. In Seoul leiden beispielsweise Hyundai Heavy Industries mit einem Minus von gut 2 Prozent unter der Eintrübung in China.

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    INDEX                               Stand  +- in %  Handelsende 
    aktuell                                             (MESZ) 
    S&P/ASX 200 (Sydney)             4.259,30   -0,23%        08.00 
    Nikkei-225 (Tokio)               8.599,88   -1,09%        08.00 
    Kospi
                                                                
                                                           (Seoul)                    1.875,06   -0,37%        08.00 
    Shanghai-Composite (Schanghai)   2.122,91   +0,92%        09.00 
    Hang-Seng-Index (Hongkong)      19.804,04   +0,04%        10.00 
    Straits-Times (Singapur)         3.042,77   +0,21%        11.00 
     
    DEVISEN    zuletzt  +/- %   0.00 Uhr  Di, 11.10 Uhr 
    EUR/USD     1,2294  -0,0%     1,2298         1,2262 
    EUR/JPY    95,8968  -0,2%    96,0810        95,9533 
    USD/JPY    78,0260  -0,1%    78,1250        78,2725 
    USD/KRW  1126,6500  -0,4%  1130,6700      1130,6700 
    USD/CNY     6,3704  +0,1%     6,3620         6,3620 
    AUD/USD     1,0489  -0,0%     1,0492         1,0529 
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