Würzburg (BoerseGo.de) – Der Druckmaschinenhersteller König & Bauer hat im Gesamtjahr 2011 trotz schwächelnder Branche zum dritten Mal in Folge schwarze Zahlen geschrieben. Dennoch blieb das SDax-Unternehmen hinter den eigenen Erwartungen zurück, denn es hatte verbesserte Werte bei Umsatz und Ertrag in Aussicht gestellt. Der Umsatz ging jedoch um 1 Prozent auf 1,167 Milliarden Euro zurück, wie König & Bauer am Freitag mitteilte.
Das Betriebsergebnis fiel sogar von 22,2 Millionen auf 9,9 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern schrumpfte von 15,3 Millionen auf 3,3 Millionen Euro, sodass unterm Strich nach 12,5 Millionen Euro nur noch 0,4 Millionen Euro übrigblieben. Daher verzichtet der Konzern auch auf eine Dividende für 2011. Im Vorjahr konnten sich die Aktionäre noch über 30 Cent je Anteilsschein freuen.
Genaue Prognose erst zum Halbjahr – Auftragseingang gestiegen
Trotz der voranschreitenden Branchenkonsolidierung sieht das Unternehmen „gute Chancen, (sich) in diesem Anpassungsprozess am Ende durchzusetzen“. Der Auftragseingang kletterte 2011 um 20,8 Prozent auf 1,552 Milliarden Euro. Vor allem die Aufträge aus dem Bereich Rollen- und Sondermaschinen füllten das Orderbuch – sie nahmen um 48,1 Prozent auf 982,2 Millionen Euro zu. Die Nachfrage nach Bogenoffsetmaschinen ging dagegen um 8,3 Prozent auf 569,9 Millionen Euro zu. So öffnet sich die Schere deutlich zwischen den beiden zuvor im Auftragsvolumen nahezu gleichstarken Segmenten.
Eine genaue Prognose für 2012 will der Konzern dennoch wegen des „labilen Umfeldes und der großen Veränderungen am Druckmarkt und in der Lieferantenszene“ erst nach der Messe drupa im Halbjahresbericht abgeben.



