Neutraubling (BoerseGo.de) – Der Hersteller von Getränkeabfüllanlagen Krones hat in den ersten neun Monaten die Erwartungen der Analysten verfehlt. Das Vorsteuerergebnis kletterte zwar sprunghaft um 79 Prozent auf 84,1 Millionen Euro, doch die Experten hatten mit durchschnittlich 94,5 Millionen Euro noch mehr erwartet. Auch der Nettogewinn konnte trotz einer rasanten Steigerung um 86 Prozent auf 59,3 Millionen Euro die Analysteneinschätzungen von 67,2 Millionen Euro nicht erreichen. Auch der Umsatz lag unterhalb der Erwartungen von 1,84 Milliarden Euro. Wie das MDax-Unternehmen am Mittwoch mitteilte, wuchs er um 14,6 Prozent auf 1,814 Milliarden Euro an.
Eigentlich läuft es nicht schlecht bei Krones. Von den derzeitigen Marktturbulenzen fühlt sich der Konzern noch kaum beeinflusst. „Die stärksten Wachstumsimpulse gingen weiterhin von der steigenden Nachfrage nach Maschinen und Anlagen aus, auf denen Kunststoffflaschen produziert, abgefüllt und verpackt werden“, so das Unternehmen in dem Neun-Monats-Bericht.
Auch der Blick auf die Zukunft bleibt ungetrübt: Der Auftragseingang stieg im Jahresvergleich zwischen Januar und September um 17 Prozent auf 1,893 Milliarden Euro. „Wir profitierten überporportional vom Wachstum des Gesamtmarktes, weil wir alle Leistungen aus einer Hand anbieten können“, resümiert Krones in seinem Bericht. „Am stärksten zog die Nachfrage in unserem Kernsegment ‚Maschinen und Anlagen für Produktabfüllung und –ausstattung‘ an.“ Allerdings habe sich die Zunahme der Bestellungen im dritten Quartal mit einem Auftragsplus von 11 Prozent etwas verlangsamt.
Für das Gesamtjahr hält Krones dennoch an der bisherigen Prognose fest, wonach der Umsatz um deutlich mehr als 10 Prozent wachsen soll. Die Rendite-Zielmarke liegt bei etwa 5 Prozent. Ab 2012 strebt der Vorstand wieder 7 Prozent an – wie vor der Krise.



