• Leichte Verluste nach nervösem Geschäft

    Freitag 08.06.2012, 18:16 Uhr
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    DJ XETRA-SCHLUSS/Leichte Verluste nach nervösem Geschäft

    FRANKFURT (Dow Jones) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag nach einem schwachen Start mit leichten Verlusten. Der DAX schloss 0,2 Prozent leichter mit 6.131 Punkten. Im Wochenvergleich hat er damit nach dem starken Einbruch am Freitag der Vorwoche 2,1 Prozent gewonnen. Im frühen Handel hatten schwache US-Vorgaben für Verkäufe gesorgt. Zudem trübte die Abstufung Spaniens durch die Ratingagentur Fitch die Stimmung ein.

    Das Geschäft war nach dem Feiertag dünn. An DAX-Titeln auf Xetra wurden gerade einmal 122,1 (Vortag: 172,5) Millionen Aktien im Wert von rund 2,27 (Vortag: 3,2) Milliarden Euro gehandelt.

    US-Notenbank-Chef Ben Bernanke hatte am Vortag wenig Konkretes zu weiteren geldpolitischen Maßnahmen zur Unterstützung der US-Wirtschaft geäußert und damit die Hoffnungen des Markes enttäuscht. Zudem waren die Verbraucherkredite in den USA im April nur noch um 6,51 Milliarden Dollar gewachsen. Der März-Wert von 21,4 Milliarden wurde nachträglich gar auf 12,4 Milliarden Dollar zurechtgestutzt. "Angesichts des schwächelnden Arbeitsmarktes schieben die Verbraucher kreditfinanzierte Käufe auf", sagte ein Händler.

    Im späten Handel stabilisierten sich die Kurse aber wieder. Der DAX folgte dem frühen US-Geschäft, wo die Kurse leicht zulegten. "Short covering vor dem Wochenende", meinte ein Händler. Nach dem Ausverkauf vor einer Woche und der anschließenden Stabilisierung seien diejenigen, die auf sinkende Kurse gesetzt hätten, nervös geworden. Marktteilnehmer spekulierten auf Maßnahmen der EZB angesichts der sich zuspitzenden Lage im Euroraum, insbesondere in Spanien.

    Die Rating-Agentur Fitch hatte die Abstufung Spaniens um drei Stufen unter anderem mit einem Rekapitalisierungebedarf der Banken von 60 bis 100 Milliarden Euro begründet.

    Ein Zukauf der Allianz in Frankreich fand zwar Lob, konnten die Aktie aber nicht beflügeln. Sie verlor 0,2 Prozent. Im derzeitigen Umfeld sei die Transaktion strategisch sinnvoll, meinte DZ-Bank-Analyst Thorsten Wenzel. Die Münchener täten gut daran, sich bei Akquisitionen auf das Schaden- und Unfallgeschäft von Versicherern aus Kerneuropa zu beschränken. Dagegen verloren Commerzbank nach der starken Erholung am Vortag 3,1 Prozent auf 1,39 Euro.

    Die im Vergleich zu anderen Stahlwerten hohen Abgaben bei ThyssenKrupp begründete ein Marktteilnehmer mit den Fragezeichen, die hinter der weiteren Entwicklung des Unternehmens stehen. "Das Thema der hohen Verschuldung ist durch die Abstufung durch S&P wieder in den Mittelpunkt gerückt", sagte ein Händler. Die Ratingagentur hatte die Kreditwürdigkeit am Mittwoch auf "BB" von "BB+" gesenkt. Im Moment sei fraglich, wie das Unternehmen zu einer Verbesserung seiner finanziellen Situation gelangen wolle, meinte der Händler. Der Verkauf der defizitären Werke in Brasilien und den USA gestalte sich schwierig. Die Aktie verlor 3,8 Prozent auf 12,04 Euro. Seit Jahresbeginn hat sie über 30 Prozent eingebüßt.

    Celesio profitierten von einer neuen Konzernstruktur. Analyst Thomas Maul von der DZ Bank bezeichnete die Entscheidung als strategisch sinnvoll. Sie eröffne erhebliche Synergiepotenziale. Die Aktie rückte um 5,6 Prozent auf 11,61 Euro vor und war damit klarer Sieger im MDAX .

    INDEX             zuletzt   +/- % 
    DAX              6.130,82  -0,22% 
    DAX-Future       6.131,50  -0,07% 
    XDAX             6.131,13  -0,07% 
    MDAX            10.123,12  -1,03% 
    TecDAX
                                                                
                                                                       745,09  -0,51% 
    SDAX
                                                                
                                                                       4.768,81  -0,19% 
    

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