• MÄRKTE ASIEN/Börsianer gehen vor EZB-Entscheidung in Deckung

    Donnerstag 02.08.2012, 10:29 Uhr
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    Nach der Notenbanksitzung in den USA ist vor der Notenbanksitzung in Europa. Nachdem die US-Notenbank (Fed) am Mittwoch keine neuen geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen beschlossen hat, richten sich die Blicke an den asiatischen Finanzmärkten nun umso mehr auf die Europäische Zentralbank (EZB). Die Erwartungen sind hoch geschraubt, nachdem EZB-Präsident Draghi in der Vorwoche angekündigt hatte, die EZB werde alles tun, um den Euro zu retten.

    Volkswirt Tim Condon von ING erklärt das Stillhalten der Fed trotz der trüben Konjunkturerwartungen damit, dass der Druck auf die US-Notenbank weniger stark gewesen sei, als jener auf die EZB. Gleichwohl reagierten die US-Börsen mit leichten Abschlägen auf die Entscheidung und sorgten damit für negative Vorgaben.

    Diesen schlossen sich die meisten Plätze in Ostasien an. Bis auf Tokio und Sydney, wo die Indizes leicht zulegen konnten, gaben die Kurse moderat nach. Neben der Unsicherheit über den Ausgang des wichtigen EZB-Treffens hätten die weltweit schwach ausgefallenen Einkaufsmanagerindizes der Industrie, darunter auch in den USA und China, keine Kaufstimmung aufkommen lassen, hieß es im Handel. Außerdem wollten viele Akteure auch den potenziell richtungweisenden US-Arbeitsmarktbericht am Freitag abwarten.

    Das Festhalten der Fed an ihrer Geldpolitik bescherte dem Dollar bereits am Vorabend Gewinne zum Euro wie auch zum Yen. Der Euro erholte sich seitdem nur leicht von 1,2225 auf gut 1,2250 Dollar.

    Das kleine Plus am Tokioter Aktienmarkt erklärten Marktteilnehmer auch mit dem zum Yen etwas festeren Dollar, der von 78,10 auf fast 78,50 Yen zulegte. Damit verbessern sich die Exportchancen japanischer Unternehmen. "Die Anleger kaufen Exportwerte in der Erwartung, dass Yen-Verkäufe durch die Regierung den Aufwärtstrend des Yen stoppen werden", fügte ein Stratege von Amundi Asset Management hinzu.

    Toyota Motor gewannen 1,3 Prozent, zusätzlich getrieben von einem Bericht über eine anstehende Produktionsausweitung und gute Absätze auf dem US-Markt im Juli. Daneben bewegten gute Unternehmensergebnisse einzelne Kurse nach oben. Das Papier des Druckerherstellers Kyocera schnellte um über 5 Prozent nach oben. Sony und Sharp gehörten im Vorfeld der jeweiligen Quartalsberichte ebenfalls zu den Gewinnern. Bei Sharp halfen auch Hoffnungen auf Kosteneinsparungen. Das Technologieunternehmen will offenbar rund 5.000 Stellen einsparen.

    In Sydney zeigten sich zyklische Aktien von ihren moderaten Einbußen am Vortag wieder erholt, gestützt von besser als erwartet ausgefallenen Einzelhandelsdaten. BHP Billiton , Rio Tinto und Woodside Petroleum erholten sich um 1 bis 2 Prozent. Für Fortescue Metals ging es sogar um 5,3 Prozent nach oben, nachdem Goldman Sachs das Kursziel für die Aktie erhöht hatte. In Seoul lastete das Minus des Schwergewichts Samsung von 2,9 Prozent auf dem Index. Händler sprachen bei dem Papier von einer Gegenbewegung nach den jüngsten Kursgewinnen.

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    INDEX                               Stand  +- in %  Handelsende 
    aktuell                                     (MESZ) 
    S&P/ASX 200 (Sydney)             4.269,50   +0,16%        08.00 
    Nikkei-225 (Tokio)               8.653,18   +0,13%        08.00 
    Kospi
                                                                
                                                           (Seoul)                    1.869,40   -0,56%        08.00 
    Shanghai-Composite (Schanghai)   2.112,31   -0,52%        09.00 
    Hang-Seng-Index (Hongkong)      19.678,10   -0,72%        10.00 
    Straits-Times (Singapur)         3.036,66   -0,47%        11.00 
     
    DEVISEN    zuletzt  +/- %   0.00 Uhr  Mi, 10.15 
    EUR/USD     1,2260  +0,2%     1,2229     1,2319 
    EUR/JPY    96,1535  +0,3%    95,9114    96,3070 
    USD/JPY    78,4470  +0,0%    78,4275    78,1850 
    USD/KRW  1131,7900  +0,4%  1127,2600  1126,5600 
    USD/CNY     6,3680  -0,0%     6,3685     6,3684 
    AUD/USD     1,0485  +0,2%     1,0460     1,0533 
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    Kontakt zum Autor: Steffen.Gosenheimer@dowjones.com 
    DJG/DJN/gos/chg 
    

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