• MÄRKTE ASIEN/Chinesische Konjunkturdaten machen Hoffnung

    Montag 10.12.2012, 06:49 Uhr
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    Gute Arbeitsmarktzahlen aus den USA und ein Strauß neuer Konjunkturdaten aus China sorgen an den ostasiatischen Kapitalmärkten für einen freundlichen Wochenauftakt. An den Börsen überwiegen moderate Kursgewinne, am Devisenmarkt zeigt sich der Euro leichter, nachdem der italienische Ministerpräsident mit seiner Rücktrittsankündigung für neue Unsicherheit gesorgt hat.

    Wie am Wochenende bekannt wurde sind in China sowohl die Industrieproduktion wie auch die Einzelhandelsumsätze im November besser ausgefallen als erwartet. Mit 10,1 Prozent im Jahresvergleich wuchs die Industrieproduktion so stark wie seit März 2012 nicht mehr. Analysten hatten lediglich 9,8 Prozent erwartet. Gleichzeitig fiel der Anstieg der Verbraucherpreise mit 2,0 Prozent wieder etwas höher aus als im Oktober. Bremsend wirken als enttäuschend bezeichnete chinesische Außenhandelsdaten. Im November fiel der Außenhandelsüberschuss deutlich niedriger aus als erwartet.

    "Insgesamt sind das ziemlich starke Zahlen, die unsere Einschätzung stützen, dass sich das BIP-Wachstum wieder erholt", kommentierte Volkswirt Lu Ting von der Bank of America Merrill Lynch.

    Die Börse in Schanghai gewinnt 0,6 Prozent und sorgt damit auch an den meisten Nachbarbörsen für Gewinne. In Tokio pendelt der Nikkei-225 um seinen Freitagsschluss. Er liegt minimal im Minus bei 9.522 Punkten, etwas gebremst von wenig inspirierenden japanischen Außenhandelsdaten. Am kommenden Sonntag finden in Japan Parlamentswahlen statt, bei denen mit einem Regierungswechsel gerechnet wird. Wahlfavorit ist der Chef der Liberaldemokraten Shinzo Abe, der für den Fall seines Sieges angekündigt hat, entschieden gegen die Yen-Stärke vorgehen zu wollen.

    In Hongkong steigen die Papiere von Cnooc um 1,3 Prozent, nachdem die kanadische Regierung dem chinesischen Ölunternehmen grünes Licht für sein Übernahmeangebot über 15,1 Milliarden US-Dollar an Nexen gegeben hat. Für Cnooc wäre dies die größte ausländische Übernahmen in der Unternehmensgeschichte.

    An der Tokioter Börsen werden Aktien von Unternehmen mit starken Geschäftsaktivitäten in China gekauft. So legen die Kurse der Baumaschinenhersteller Komatsu und Hitachi Construction Machinery um jeweils rund 0,5 Prozent zu.

    In Sydney gehören Minenwerte zu den Favoriten. Händler erklären die Kursgewinne mit den Handelsdaten aus China, die trotz eines gesunkenen Handelsbilanzüberschusses einen Anstieg der Eisenerzimporte um 8,2 Prozent gezeigt haben. Rio Tinto legen um 2,2 Prozent zu und Fortescue Metals Group um fast 7 Prozent.

    Am Devisenmarkt ist der Euro wieder auf 1,29 Dollar zurückgefallen, nachdem er sich am späten Freitag noch auf rund 1,2950 Dollar erholt hatte. Hinter der Kursschwäche sehen Beobachter vor allem die Entwicklung in Italien, wo Ministerpräsident Mario Monti wegen schwindenden Rückhalts für seine Regierung seinen Rücktritt angekündigt hat. Wenige Stunden zuvor hatte der frühere Ministerpräsident Silvio Berlusconi sein politisches Comeback angekündigt und erklärt, er wolle bei der Parlamentswahl im kommenden Jahr kandidieren. Unterdessen zeigt sich der Dollar zum Yen wenig veränderten mit Ständen um 82,50 Yen.

    Am Ölmarkt sorgen die überwiegend positiven Konjunktursignale aus China für keine stärkeren Preisaufschläge. Ein Barrel der US-Sorte WTI kostet 86,16 Dollar.

    INDEX                               Stand  +- in %  Handelsende 
    aktuell                                             (MEZ) 
    S&P/ASX 200 (Sydney)             4.557,90   +0,13%  06:00 
    Nikkei-225 (Tokio)               9.522,38   -0,05%  07:00 
    Kospi
                                                                
                                                           (Seoul)                    1.9583,03  +0,03%  07:00 
    Shanghai-Composite (Schanghai)   2.074,49   +0,62%  08:00 
    Hang-Seng-Index (Hongkong)      22.296,02   +0,47%  09:00 
    Straits-Times (Singapur)         3.129,19   +0,71%  10:00 
     
    DEVISEN    zuletzt  +/- %   0.00 Uhr  Fr, 10.10 Uhr 
    EUR/USD     1,2901  +0,1%     1,2892         1,2922 
    EUR/JPY   106,3144  -0,1%   106,4368       106,3981 
    USD/JPY    82,4100  -0,2%    82,5420        82,3815 
    USD/KRW  1082,0600  -0,1%  1082,0600      1082,1500 
    USD/CNY     6,2301  +0,0%     6,2301         6,2301 
    AUD/USD     1,0476  -0,1%     1,0488         1,0474 
    Kontakt zum Autor: Steffen.Gosenheimer@dowjones.com 
    

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