Die Vortagesrally an den europäischen und US-Aktienmärkten setzt sich am Montag in Ostasien fort. Die besser als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten und neue Zuversicht für Fortschritte in der Eindämmung der Schuldenkrise in Europa sorgen auch in Tokio und an den Nachbarbörsen für Kauflaune. Der Euro zeigt sich zum Euro weiter stabilisiert.
"Die unerwartet starke Zunahme der Beschäftigung in den USA und der leichte Anstieg des ISM-Index für den Dienstleistungssektor dürfte die Ängste dämpfen, dass die USA Europa in die Rezession folgen", kommentiert Volkswirt Paul Ashworth von Capital Economics.
In der Schuldenkrise sorgen zudem Spekulationen für eine gewisse Beruhigung, dass die Europäische Zentralbank ungeachtet der jüngst enttäuschenden Aussagen ihres Präsidenten Mario Draghi bereits im kommenden Monat spanische und italienische Anleihen kaufen könnte im Versuch, das hohe Zinsniveau in beiden Ländern zu senken.
In Tokio gewinnt der Nikkei-Index 1,7 Prozent auf 8.715 Punkte, in Seoul schnellt der Kospi um knapp 2 Prozent nach oben und in Sydney gewinnt das Marktbarometer 1,2 Prozent. In Hongkong steht der HSI erstmals seit Mai wieder über der Marke von 20.000 Punkten. In Schanghai, wo bereits zum Ende der Vorwoche ein Eigenleben gegen den allgemeinen Trend zu beobachten war, geht es lediglich um 0,4 Prozent aufwärts.
Bei der EZB scheint irgendetwas am Kochen zu sein, so Analyst Jung Seung-jae von Mirae Asset Securities und weiter: "Sie könnte früher als erwartet Maßnahmen ergreifen". Die erhöhte Risikoneigung an den Finanzmärkten lässt sich auch am Euro und anderen Devisen ablesen, die als besonders riskant gelten. Nach dem Anstieg am Freitag legt die Gemeinschaftswährung weiter zu auf knapp 1,24 Dollar. Auf der andern Seite schwächelt der als Fluchthafen geltende Yen, der Dollar steigt auf 87,44 Yen.
An den Börsen sind nach der starken Erholung der Preise vieler Rohstoffe unter anderen die Aktien der entsprechenden Sektorwerte gesucht. So kann beispielsweise der Ölpreis seinen Anstieg um fast 5 Prozent vom Freitag auf 91,28 Dollar weitgehend verteidigen. Der Sub-Index der Rohstoffunternehmen gewinnt in Sydney 1,3 Prozent. Inpex Corp ziehen in Japan um 5 Prozent an und Cnooc in Hongkong um 2,9 Prozent.
In Tokio legen die Papiere exportlastiger Unternehmen mit der Schwäche des Yen besonders zu, der Kospi in Seoul wird gestützt vom Plus von 4,1 des Schwergewichts Samsung Electronics. Toyota Motor profitieren vom höchsten Quartalsgewinn seit vier Jahren, das Papier legt um 2,8 Prozent zu. Auch andere Automobiltitel wie Honda und Nissan sind gesucht.
Dass die Kurse in Schanghai dagegen etwas zurückbleiben, führen Marktteilnehmer auch darauf zurück, dass China zum Ende der Woche wichtige Konjunkturdaten für Juli vorlegen wird. Davor hielten sich viele Anleger wohl etwas bedeckt.
=== INDEX Stand +- in % Handelsende aktuell (MESZ) S&P/ASX 200 (Sydney) 4.272,20 +1,20% 08.00 Nikkei-225 (Tokio) 8.726,07 +2,00% 08.00 Kospi (Seoul) 1.888,09 +2,13% 08.00 Shanghai-Composite (Schanghai) 2.141,44 +0,41% 09.00 Hang-Seng-Index (Hongkong) 20.069,42 +2,05% 10.00 Straits-Times (Singapur) 3.079,80 +0,93% 11.00 DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Fr, 9.40 Uhr EUR/USD 1,2391 -0,1% 1,2398 1,2202 EUR/JPY 97,2102 -0,3% 97,4653 95,4926 USD/JPY 78,4550 -0,2% 78,6020 78,2550 USD/KRW 1135,0000 +0,3% 1135,0000 1134,6500 USD/CNY 6,3725 +0,1% 6,3725 6,3747 AUD/USD 1,0568 -0,1% 1,0577 1,0503 === Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com DJG/DJN/gos/flf
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