SINGAPUR (Dow Jones) - Positive Nachrichten aus Europa und ein verbesserter Wachstumsausblick des Internationalen Währungsfonds sorgen zur Wochenmitte für Zuversicht bei den Investoren in Asien. Technologiewerte profitieren zudem von den Zahlen des US-Chipherstellers Intel: Nach etwas besser als erwartet ausgefallenen Umsätzen im ersten Quartal hat sich Intel für das zweite Jahresviertel optimistischer gezeigt als bislang.
In Tokio gewinnt der Nikkei-225-Index 2 Prozent auf 9.651 Punkte. Der Shanghai Composite Index zieht um 1,3 Prozent auf 2.856 Punkte an, während der Kospi in Südkorea um 1,1 Prozent auf 2.008 Punkte steigt. In Australien geht es für den S&P/ASX 200 um 1,4 Prozent auf 4.347 Punkte aufwärts.
Für Entspannung in Punkto Euro-Schuldenkrise sorgt unter anderem die am Vortag besser als befürchtet verlaufene Auktion spanischer Staatsanleihen. Nachdem die Renditen der spanischen Benchmark-Anleihen zuletzt erstmals in diesem Jahr über die Marke von 6 Prozent gestiegen waren und damit neue Sorgen über die Refinanzierungsfähigkeit des hochverschuldeten Eurolandes geschürt hatten, trafen die neu angebotenen Papiere am Dienstag auf eine gute Nachfrage am Markt - wenn auch zu deutlich gestiegenen Kosten.
"Die verbesserte Stimmung hinsichtlich Spanien und die starke Nachfrage nach den kurzlaufenden Anleihen des Landes hat die Spannungen im Handel wieder etwas einschmelzen lassen", sagt Justin Harper, Stratege bei IG Markets Singapore.
Rückenwind kommt zudem von Konjunkturseite: Die im Rahmen des ZEW-Index ermittelten Konjunkturerwartungen in Deutschland stiegen überraschend den fünften Monat in Folge an. Ökonomen hatten hingegen einen Rückgang erwartet. Daneben hat der Internationale Währungsfonds (IWF) seine globale Wachstumsprognose für 2012 um 0,2 Prozent auf 3,5 Prozent erhöht.
Im Technologiesektor ziehen TDK in Tokio um rund 4,2 Prozent an, Tokyo Electron steigen um 0,7 Prozent, während Advantest 2 Prozent gutmachen. In Seoul geht es für Samsung Electronics um 3,7 Prozent aufwärts, LG ziehen um 1,6 Prozent an.
Für gute Laune im Finanzsektor sorgen neben der Entspannung in Europa auch solide Quartalszahlen der US-Bank Goldman Sachs. In Seoul steigen KB Financial um 0,5 Prozent und Woori Finance um 1 Prozent. Am japanischen Markt gewinnen Mizuho Financial 2,3 Prozent und Mitsubishi UFJ Financial 2,9 Prozent, während Macquarie in Sydney um 2,5 Prozent zulegen.
Am Devisenmarkt profitiert der Euro von der gestiegenen Risikofreude und der leichten Entspannung über die Schuldenkrise und zieht zum US-Dollar an. Der als "sicherer Hafen" geltende Yen büßt hingegen einen Teil der Gewinne der vergangenen Tage wieder ein.
INDEX Stand +/- % Nikkei-225 9.646,96 +1,93% Hang-Seng-Index 20.808,86 +1,20% Shanghai-Composite 2.366,11 +1,33% Kospi 2.007,98 +1,14% Straits-Times 3.003,73 +0,57% S&P/ASX 200 4.347,60 +1,38% DEVISEN zuletzt +/- % Di, 7.00 Uhr 0.00 Uhr EUR/USD 1,3117 -0,1% 1,3113 1,3128 EUR/JPY 106,7308 +0,5% 105,4500 106,1858 USD/JPY 81,3730 +0,6% 80,4015 80,8900 USD/KRW 1137,3500 +0,2% 1140,1000 1134,8000 USD/CNY 6,3002 0% 6,3150 6,3002 AUD/USD 1,0399 +0,0% 1,0325 1,0396 DJG/DJN/kko
Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.



