• MÄRKTE ASIEN/Spaniensorgen belasten - Yuan-Kursspanne ausgeweitet

    Montag 16.04.2012, 06:51 Uhr
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    SCHANGHAI (Dow Jones) - Erneute Sorgen um die Refinanzierungsfähigkeit Spaniens und eine weitere Ausbreitung der Schuldenkrise im Euroraum lasten zum Wochenstart auf den Notierungen an den asiatischen Märkten. Vor allem Zykliker stehen unter Abgabedruck. Am Devisenmarkt zeigt sich der Yuan leichter, nachdem China am Wochenende den starren Wechselkurs der Währung gelockert hat und nun tägliche Kursschwankungen um bis zu 1 Prozent zulässt.

    Der Shanghai Composite Index verliert 0,2 Prozent auf 2.354 Punkte, in Tokio geht es für den Nikkei-225-Index um 1,3 Prozent auf 9.512 Punkte abwärts. Der Kospi sackt um 1 Prozent auf 1.990 Punkte ab, während der australische S&P/ASX 200 um 0,5 Prozent auf 4.303 Punkte nachgibt.

    Während im frühen asiatischen Handel vor allem die Wechselkursausweitung des Yuan im Zentrum des Interesses stand, blicken die Anleger nun wieder in erster Linie auf die Schuldenkrise Europa, nachdem am Freitag die Renditen spanischer Anleihen sowie die Kreditversicherungskosten des Landes erneut gestiegen waren. Das südeuropäische Land will in dieser Woche mehrere Milliarden Euro am Anleihemarkt einsammeln.

    "Bislang sind die Auswirkungen des breiteren Wechselkursbands des Yuan begrenzt. Spanien hat da einen größeren Einfluss auf den asiatischen Handel", sagt Frances Cheung, Stratege bei der Credit Agricole. Die People's Bank of China hatte am Samstag bekannt gegeben, dass die tägliche Wechselkursspanne des Yuan zum US-Dollar ab diesem Montag auf 1 Prozent von bisher 0,5 Prozent ausgeweitet wird.

    Viele Händler begrüßen den Schritt und sehen darin eine gestiegene Zuversicht Chinas in die heimische Wirtschaft sowie einen weiteren Schritt der Regierung hin zu einer frei handelbaren Währung. "Es mehren sich die Anzeichen, dass die Reformbefürworter in der Regierung die Vorherrschaft übernommen haben", kommentiert ein Analyst von CMC Markets in Sydney. "Der Schritt, eine größere Volatilität der Währung zu erlauben, nachdem zuletzt bereits Restriktionen für die Kapitalflüsse gelockert wurden, passt in dieses Szenario", so der Experte weiter.

    In erster Reaktion zeigt sich der Yuan bis zum Montagmittag (Ortszeit) mit Abschlägen zu Dollar. Ein Dollar kostet derzeit rund 6,3160 Yuan, nach 6,3030 im späten Freitagshandel. Andere regionale Währungen wie der südkoreanische Won oder der australische Dollar, aber auch der Euro leiden unter den Sorgen über die Schuldenkrise, während die als "sichere Häfen" geltenden Devisen Yen und Dollar zulegen.

    Am Aktienmarkt zählen Zykliker und Finanzwerte zu den deutlichsten Verlierern. In Tokio geben Toyota Motor um 1,1 Prozent nach, Canon fallen um 1,6 Prozent und Mizuho Financial Group um 2,3 Prozent. Für LG Electronics geht es in Seoul um 2,1 Prozent abwärts, Hana Financial Group büßen 4,7 Prozent ein, während Macquarie Group in Sydney 1,5 Prozent leichter notieren.

    DJG/DJN/kko

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